Blessin kritisiert Gladbach nach 1:2 gegen Hoffenheim
Nach dem 1:2 gegen die TSG Hoffenheim zählt Gladbach-Trainer Alexander Blessin die Fehler seiner Mannschaft auf. Gladbach bleibt auch im zweiten Spiel unter Blessin in der Bundesliga sieglos und steht ohne Punkte am Tabellenende.

Im zweiten Spiel unter Alexander Blessin bleibt Gladbach in der Bundesliga ohne Sieg. Nach der 1:2-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim am Sonntagabend zählte der Trainer zahlreiche Fehler seiner Mannschaft auf.
Blessin kritisierte vor allem die Arbeit gegen den Ball. Bei den beiden Gegentoren sei es um das bloße Verteidigen gegangen. Seine Spieler seien nur nachgelaufen, hätten nicht geblockt, seien nicht eng am Gegenspieler gewesen und hätten dem Gegner Raum zum Aufdrehen gelassen. Es gehe um die einfachen Dinge.
Mit Blick auf das zweite Gegentor nannte Blessin konkrete Fehler. Seine Mannschaft sei zwar in den Kopfball gegangen, danach aber ohne Plan im Verteidigen gewesen. Konkret warf er dem ballfernen Mittelfeldspieler Zento Uno vor, dem ballführenden Hoffenheimer hinterhergelaufen zu sein, statt auf seiner Position zu bleiben. Solche Situationen ärgerten ihn; sie seien Rückschläge, von denen sich die Mannschaft immer wieder emotional erholen müsse.
Im Spiel mit dem Ball habe seine Mannschaft phasenweise gut gespielt. Missfallen habe ihm jedoch die letzte Zehn-Minuten-Phase der ersten Halbzeit. Wenn jeder Pass nach hinten gespielt werde, bringe man die Fans nicht hinter sich, sagte Blessin und sprach von „Angsthasenfußball“. Das habe er dem Team auch nach dem Spiel mitgeteilt. Die Mannschaft sei zu behäbig gewesen, habe keine Ballzirkulation gezeigt und sei falsch positioniert gewesen. In der Analyse müssten auch Zweikämpfe und Ballverluste thematisiert werden, die er als einfach dumm bezeichnete.
Bereits am Freitag muss Gladbach beim schweren Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart antreten. Der Liveticker dazu beginnt um 20.30 Uhr. Der VfB befindet sich nach vier Niederlagen in sechs Spielen ebenfalls in einer Krise.
Für die Trainingswoche kündigte Blessin an, die geforderten Automatismen zu verinnerlichen und genau darauf zu achten, wer mitziehe. Man brauche keine Duckmäuser, sondern es gehe darum, dem Druck standzuhalten.
Gladbach steht mit null Punkten am Tabellenende. Union Berlin auf Rang 17 liegt bereits fünf Punkte entfernt.
Tim Kleindienst wird Gladbach definitiv noch fehlen. Der Trainer erwartet den Stürmer erst zum Heimspiel gegen den SC Paderborn am 31. Oktober zurück.