Düsseldorf: Bürgerinitiativen sammeln Unterschriften gegen Flughafen-Pläne
Gegen die beantragten Änderungen am Düsseldorfer Flughafen sammeln Bürgerinitiativen in mehreren Städten Unterschriften. Bürger gegen Fluglärm (BgF) berichtet von täglich rund 100 Unterschriften und Einwendungsschreiben. Der Verein sorgt sich um Nachtruhe, Luftqualität und Gesundheit.

In Düsseldorf, Ratingen, Essen, Kaarst, Meerbusch und weiteren betroffenen Kommunen und Stadtteilen sammeln Bürgerinitiativen Unterschriften gegen die Änderungen, die für den Düsseldorfer Flughafen geplant sind. Im Mittelpunkt stehen nach Angaben der Initiativen die Nachtruhe und ein gesundes Lebensumfeld für Familien.
Christoph Lange, Vorsitzender von Bürger gegen Fluglärm e. V. (BgF), nennt eine hohe Beteiligung: Allein beim BgF gingen derzeit täglich rund 100 Unterschriften sowie Einwendungsschreiben ein, die über das Formular des Vereins erstellt würden. Die Sammlungen der anderen Bürgerinitiativen seien in dieser Zahl noch nicht enthalten. Laut Lange zeigt die Resonanz, wie sehr die Pläne die Menschen bewegen. Ihre Sorgen um Nachtruhe, Luftqualität und Gesundheit müssten ernst genommen werden.
Der Flughafen hat beantragt, tagsüber in den zulässigen Zweibahnstunden bis zu 60 statt bisher 47 Starts und Landungen pro Stunde koordinieren zu können. Außerdem sind eine flexiblere Nutzung beider Bahnen und acht zusätzliche Flugzeug-Abstellpositionen vorgesehen. Bestehen bleiben soll die Obergrenze von insgesamt 131.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten.
Mit den beantragten Änderungen will der Flughafen Engpässe und Verspätungen verringern. Aus Sicht des BgF müssen dagegen die Folgen der zeitlichen Konzentration des Flugverkehrs für die Anwohner sorgfältig geprüft werden. Der Verein befürchtet, dass die höhere Verkehrsdichte die Einhaltung der Nachtruhe gefährdet. Neben dem Lärm müsse zudem die Belastung durch ultrafeine Partikel, auch Ultrafeinstaub genannt, berücksichtigt werden.