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Sydney: Rapperin Ikkimel gibt Australien-Debüt vor vielen deutschen Fans

Die Rapperin Ikkimel ist am Wochenende erstmals in Australien aufgetreten, in Melbourne und in Sydney. In Sydney spielte sie im Innenhof der Manning Bar, der mehr als 2.000 Menschen fasst. Schon eine Stunde vor dem Auftritt war er überfüllt. Unter den Fans waren viele Deutschsprachige.

Radio Westfalica · 11.10.2026 · 07:01 Uhr

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Die Rapperin Ikkimel hat am Wochenende ihr Debüt in Australien gegeben und dabei in Melbourne und Sydney gespielt. In Sydney trat sie im Innenhof der Manning Bar auf dem Gelände der University of Sydney auf. Dort haben etwas mehr als 2.000 Menschen Platz. Der Auftritt war Teil eines Techno-DJ-Sets der Berliner Musikplattform «HÖR».

Bereits eine Stunde vor Beginn war der Innenhof randvoll. Die Fans warteten auf ihre «Mutter», wie Anhänger die Rapperin häufig liebevoll nennen. Auch unter den Australiern ist der Beiname «Mommy» bekannt.

Finn O'Mahoney (20) erzählte, er habe Ikkimel zum ersten Mal auf einem Berggipfel in Albanien gehört, zusammen mit Deutschen. Zurück in Australien habe er gemerkt: «Ikkimel ist überall.» Ihre Texte könne dort zwar niemand verstehen, die Botschaft komme aber an. Die Haltung der Rapperin ähnele der vieler Australier, sagte er. Sinngemäß gehe es darum, dass die Welt untergehe, man aber trotzdem Spaß habe.

In Deutschland wird Ikkimel zugeschrieben, den Begriff «Fotze» zurückerobert zu haben. So heißt auch ihr Debütalbum. Unterstützer verstehen diese Aneignung des Schimpfworts unter anderem als Form der Selbstermächtigung: Der beleidigende Begriff wird umgedeutet und zur Selbstbeschreibung genutzt, um ihn gewissermaßen zu entwaffnen. O'Mahoney sagte, im australischen Jargon werde «cunt» ebenfalls häufig und auf vielfältige Weise verwendet.

Im Publikum sprachen viele Fans Deutsch. Das zeigte sich, als Ikkimel zu Beginn ihres Auftritts fragte: «Wer versteht mich denn hier?» Kristina Paric (25) aus Köln, die in Sydney studiert, gehörte dazu. Als sie die Werbung für das Konzert gesehen habe, sei ihr klar gewesen, dass sie hingehen müsse. Sie schätzt Ikkimel vor allem wegen deren feministischer Botschaften.

Das gilt auch für Lara (23) aus Aachen. Ikkimel habe eine ultrakorrekte politische Haltung und traue sich, etwas zu sagen, sagte sie. Lara hat ihre Australienreise verlängert, um noch eine Weile als Au-pair zu bleiben. Ikkimel hier und nicht in Deutschland zu sehen, sei für sie «total verrückt».

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