Verkehrsminister der Länder wollen bundesweites Ticket für Gelegenheitsfahrer
Die Verkehrsminister der Länder wollen ein bundesweites Ticketangebot für Gelegenheitsfahrer im öffentlichen Nahverkehr schaffen. Dem Bericht der Rheinischen Post zufolge haben Nordrhein-Westfalen und Hamburg einen smartphonebasierten „In/Out-Tarif“ vorgeschlagen. Die Verkehrsministerkonferenz kommt am Mittwoch und Donnerstag im bayerischen Schwangau zusammen.

Die Verkehrsminister der Länder wollen ein bundesweites Ticketangebot für Gelegenheitsfahrer im öffentlichen Nahverkehr schaffen. Aus einer Beschlussvorlage für die am Mittwoch beginnende Verkehrsministerkonferenz, die die Düsseldorfer Rheinische Post am Dienstag zitierte, geht hervor, dass das Angebot für Gelegenheitsnutzende deutschlandweit gelten und sich am Deutschlandticket orientieren soll.
Dem Bericht zufolge haben Nordrhein-Westfalen und Hamburg den Vorschlag eingebracht. Ihnen schwebt ein smartphonebasierter „In/Out-Tarif“ vor, bei dem Fahrgäste per Handy ein- und wieder auschecken. Damit soll vor allem die bundesweite Nutzung des Nahverkehrs erleichtert werden.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) sagte der Zeitung, wer nur gelegentlich Bus und Bahn fahre, müsse genauso unkompliziert und zu fairen Konditionen unterwegs sein können wie Vielfahrer mit dem Deutschlandticket. Nordrhein-Westfalen soll demnach die konkrete Ausgestaltung erarbeiten.
Krischer sagte weiter, Nordrhein-Westfalen habe mit dem Angebot „eezy.nrw“ bereits gezeigt, wie ein solches System funktioniert. Nach seinen Worten wählt der digitale Tarif immer den günstigsten Preis pro Strecke aus. Zudem sei der Monatsbetrag gedeckelt, sodass er nie teurer werde als ein Deutschlandticket.
Dem Bericht zufolge kostet das Deutschlandticket derzeit 63 Euro im Monat; im Januar steigt der Preis auf 66,80 Euro.
Laut dem Bericht würde das Konzept finanziell weniger Vorteile bringen, die bundesweite Nutzung des Nahverkehrs aber deutlich erleichtern. Dem Bericht zufolge müssten Fahrgäste sich dann nicht mehr selbst durch eine Vielzahl verschiedener Verbünde und Verkehrsunternehmen kämpfen.
Die Verkehrsminister der Länder kommen am Mittwoch und Donnerstag im bayerischen Schwangau zusammen. Auf dem Programm stehen vor allem Finanzierungsfragen des öffentlichen Nahverkehrs, darunter die Belastung der Verkehrsunternehmen durch die Schienenmaut und eine mögliche Anhebung der Regionalisierungsmittel.