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Wetter in NRW: Regen am Abend, Sturmtief am Freitag erwartet

Am Abend zieht Regen nach NRW, und die Woche bleibt wechselhaft, nass und stürmisch. Für Freitag wird ein Sturmtief erwartet. Laut WDR-Meteorologin Verena Leyendecker handelt es sich dabei nicht um eine Bombogenese. Im Mittelmeerraum hatte ein Unwettertief zuvor große Regenmengen gebracht.

tagesschau · 20.10.2026 · 10:47 Uhr

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Am heutigen Vormittag scheint die Sonne in NRW fast überall. Im Laufe des Nachmittags zieht von Belgien her Regen auf. Am Abend wird es dann vom Niederrhein über das Ruhrgebiet bis ins Siegerland nass. Ursache ist ein aufziehendes Tiefdruckgebiet. Die Temperaturen bewegen sich dabei zwischen 6 und 12 Grad.

Bei einem Tiefdruckgebiet dreht sich die Luft gegen den Uhrzeigersinn und steigt auf, wobei sie abkühlt. Da kühle Luft weniger Feuchtigkeit speichern kann als warme, kondensiert der Wasserdampf. So entstehen Wolken und schließlich Regen.

In der Nacht zum Mittwoch ist es dicht bewölkt und regnerisch, die Temperaturen sinken auf 11 Grad am Rhein und 5 Grad an der Weser. Am Vormittag ziehen viele Wolken auf, besonders in Westfalen regnet es. Entlang des Rheins gibt es Auflockerungen. Nachmittags bleibt es länger trocken, am Abend ziehen von den Niederlanden neue Regenwolken heran.

Am Donnerstag zeigt sich gelegentlich die Sonne, nur vereinzelt fällt Regen. Bei Werten zwischen 8 und 14 Grad wird es durch aufkommenden Wind ungemütlicher. Nach Angaben von Verena Leyendecker aus der WDR-Wetterredaktion nimmt der Wind zu.

Am Freitag zieht ein Sturmtief mit einzelnen Schauern heran. Im Bergland sind auch Sturmböen möglich, das entspräche Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 Kilometern pro Stunde. Genaue Windgeschwindigkeiten für Freitag lassen sich noch nicht berechnen.

In einigen Medien ist von einem Bombenzyklon die Rede. Wie der Beitrag einschätzt, steckt hinter dem Begriff wahrscheinlich eher der Wunsch nach Klicks. Leyendecker zufolge gibt es keinen Bombenzyklon. Den Begriff Bombogenese beschreibt sie als Entstehung eines Sturmtiefs mit sehr schnellem Druckabfall; ein rasanter Druckabfall könne Orkantiefs mit hohen Windgeschwindigkeiten hervorbringen. Das, was am Freitag auf NRW zukommt, sei jedoch in keiner Weise eine Bombogenese.

Im Mittelmeerraum ist die Lage deutlich unruhiger. Bereits von Sonntag auf Montag hat ein Unwettertief an der spanischen Küste bei Valencia knapp 700 Liter Regen pro Quadratmeter gebracht. Das war mehr, als dort sonst im ganzen Jahr üblicherweise fällt.

Inzwischen ist das Sturmtief weiter nach Osten gezogen und bringt in Südfrankreich kräftigen Regen. Im Ort Saint-Chamas in der Provence fielen 209 Liter pro Quadratmeter. Auf Korsika und rund um Genua drohen Regenmengen von mehr als 200 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden. Überflutungen gelten als wahrscheinlich, Urlaubern wird geraten, sich vom Wasser fernzuhalten.

Laut WDR-Meteorologe Jürgen Vogt sind Tiefdruckgebiete für die Natur ein Segen. Zwischen Äquator und Polarregionen nehmen die Temperaturunterschiede durch die unterschiedliche Sonneneinstrahlung zu, weil es am Äquator immer heißer und an den Polen immer kälter wird. Die Tiefs transportieren warme Luft Richtung Pole und kalte Luft Richtung Äquator und mildern so die größten Gegensätze ab.

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