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Borussia Dortmund: Drei Problemfelder für Trainer Niko Kovac

Nach einem starken Saisonstart mit sechs Pflichtspielsiegen hat Borussia Dortmund zuletzt drei Spiele ohne Sieg bestritten. Laut dem Beitrag von Sports Illustrated muss Trainer Niko Kovac vor allem im Offensivspiel Tempo, Abstimmung und Rotation in den Griff bekommen.

Sports Illustrated | DE · 20.10.2026 · 13:49 Uhr

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Vor wenigen Wochen wirkte Borussia Dortmund unter Niko Kovac noch stabil: Sechs Pflichtspielsiege zum Saisonstart, eine stabile Defensive und ein Platz in der Spitzengruppe der Bundesliga. Inzwischen ist die anfängliche Euphorie einer Ernüchterung gewichen.

Auf ein 2:2 gegen Werder Bremen folgte eine 0:1-Niederlage bei Bodø/Glimt. Danach kam der BVB bei Union Berlin nicht über ein 0:0 hinaus. Aus drei Pflichtspielen holte die Mannschaft keinen Sieg, und in den beiden letzten Partien gelang ihr kein eigener Treffer. Besonders in der Offensive fehlt derzeit die Durchschlagskraft. Nach Einschätzung des Beitrags wäre es verfrüht, bereits von einer Krise zu sprechen.

Der Beitrag nennt drei Probleme, die Kovac dringend lösen muss. Erstens fehlen dem Angriffsspiel Tempo, überraschende Ideen und die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. Gegen Union Berlin gelangte der BVB zwar in aussichtsreiche Positionen, erspielte sich aber keine zwingenden Torchancen. Oft verlangsamte die Mannschaft ihr Spiel, statt die gegnerische Abwehr mit schnellen Kombinationen auseinanderzuziehen. Gegen kompakt verteidigende Gegner reiche Ballbesitz allein nicht aus; nötig seien schnellere Pässe, überraschende Positionswechsel und klarere Laufwege hinter die Abwehr.

Zweitens hänge Serhou Guirassy in der Offensive in der Luft. Der Stürmer sei im Strafraum präsent, könne Bälle behaupten und aus wenigen Möglichkeiten treffen, werde aber zu selten in gefährliche Positionen gebracht. Als Lösung nennt der Beitrag eine bessere Abstimmung in der gesamten Offensive: Maxi Beier könne mit seiner Schnelligkeit Abwehrspieler binden und Räume öffnen, Ethan Nwaneri bringe technische Fähigkeiten mit, um zwischen den Linien Lösungen zu finden. Daran mangele es derzeit, weil Guirassy die direkte Unterstützung fehle.

Drittens rotiere Kovac nach Einschätzung des Beitrags zu häufig. Im letzten Champions-League-Spiel bei Bodø/Glimt habe er seine Startelf auf fünf Positionen verändert und unter anderem auf Guirassy, Felix Nmecha und Ethan Nwaneri verzichtet. Die Folge sei gewesen, dass Dortmund über weite Strecken kaum gefährliche Offensivaktionen zustande brachte. Eine Spitzenmannschaft müsse aber auch mit veränderten Aufstellungen gefährlich angreifen können. Kovac brauche Spieler und Automatismen, auf die er sich verlassen könne.

Trotz der jüngsten Ergebnisse hält der Beitrag es für falsch, die Entwicklung des BVB grundsätzlich infrage zu stellen. Unter Kovac sei die Mannschaft insgesamt stabiler geworden, vor allem im Abwehrverhalten seien Fortschritte erkennbar. Die größte Herausforderung bestehe nun darin, die defensive Sicherheit mit mehr Offensiv-Power zu verbinden.

Bereits das nächste Champions-League-Spiel gegen Sabah FK werde deshalb zum Prüfstein, ob Kovac der momentanen Ernüchterung bei den BVB-Fans wieder mehr Euphorie entgegensetzen kann.

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