Champions League: Hummels warnt BVB vor Reisestrapazen in Baku
Vor dem Champions-League-Spiel bei Sabah FK in Baku warnt Mats Hummels den BVB vor den Folgen der langen Auswärtsreise. Der frühere Dortmunder sieht die größere Gefahr in mentaler Ermüdung. Vor dem Abflug musste der BVB zudem kurzfristig das Gepäck umverteilen. Verteidiger Waldemar Anton lässt die Reisestrapazen nicht als Entschuldigung gelten.

Der BVB tritt in der Champions League heute Abend (18.45 Uhr) beim aserbaidschanischen Klub Sabah FK in Baku an. Für die Dortmunder steht damit die nächste lange Auswärtsreise an.
Der ehemalige BVB-Star Mats Hummels kennt die Herausforderungen einer solchen Reise und spricht eine deutliche Warnung aus.
Laut den „Ruhr Nachrichten“ hat Hummels in seiner Karriere dreimal in Aserbaidschan gespielt: mit der Nationalmannschaft sowie mit dem BVB gegen Qarabağ Ağdam und Qäbälä.
Vor allem die Auswirkungen der langen Anreise dürften die Dortmunder laut Hummels nicht unterschätzen. Die Reisestrapazen seien bereits ein Thema; man müsse sehr gut auf den Körper achten und dürfe sich im Kopf nicht von der langen Reise ermüden lassen.
Besonders die mentale Belastung könne zum Problem werden. Hummels sagt, körperlich sei das immer machbar, auch wenn es anstrengend ist. Die größere Gefahr bestehe darin, dass man von der zähen Reiserei müde werde. Seine Warnung lautet, die Herausforderung bestehe darin, sich für das Spiel immer wieder neu zu fokussieren.
Kurzfristig gab es beim BVB vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel Probleme. Am Morgen der Reise nach Baku zeigte sich, dass das Gepäck die geplante Maschine zu schwer gemacht hätte. Der BVB musste deshalb umdisponieren und einen Teil des Gepäcks auf einen früheren Flug verlagern, mit dem unter anderem Sponsoren und Journalisten nach Aserbaidschan unterwegs waren. Andernfalls wäre wegen des Gewichts eine Zwischenlandung zum Auftanken nötig gewesen.
Für die Mannschaft von Trainer Niko Kovac kommt die lange Reise nach Baku zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Bereits in der vergangenen Woche musste der BVB nach Norwegen reisen. Beim Auswärtsspiel bei Bodö/Glimt verlor die Mannschaft bei eisigen Temperaturen und auf ungewohntem Kunstrasen mit 0:1.
Anschließend ging es zurück nach Dortmund, allerdings nur als Zwischenstation. Für das Bundesliga-Spiel bei Union Berlin reiste die Mannschaft in die Hauptstadt; dort kam der BVB am Samstag nicht über ein 0:0 hinaus. Anders als zunächst überlegt kehrten die Dortmunder nach dem Spiel doch in die Heimat zurück. Am Montagmorgen trat die Mannschaft schließlich die Reise nach Aserbaidschan an.
Trotz der Reisestrapazen wollen die Dortmunder die Umstände nicht als Entschuldigung gelten lassen. Verteidiger Waldemar Anton machte vor dem Spiel am Dienstagabend deutlich, worauf es ankommt. Der DFB-Star sagte, wenn man auf dem Platz stehe, frage niemand mehr, ob man nur sieben oder fünf Stunden geschlafen habe.