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NRW-Innenminister Reul bricht sich bei Dienstreise nach Wuppertal die Hüfte

Herbert Reul (CDU) ist im Polizeipräsidium Wuppertal gestürzt und hat sich die Hüfte gebrochen. Der 74-Jährige wird im Krankenhaus behandelt. Ob ein anderes Kabinettsmitglied seine Amtsgeschäfte übernimmt, war zunächst offen. Die Landtagswahl findet im April 2027 statt.

SZ.de · 09.10.2026 · 16:02 Uhr

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Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat sich bei einem Diensttermin in Wuppertal die Hüfte gebrochen. Etwa ein halbes Jahr vor der Landtagswahl fällt er damit zunächst für größere Termine aus, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Reul erklärte, er müsse nun „auf die Pausetaste drücken“ und seiner Hüfte die Zeit zum Heilen geben.

Nach Angaben einer Ministeriumssprecherin war der Minister im Polizeipräsidium Wuppertal über eine schmale Treppenstufe gestolpert und gestürzt. Der 74-Jährige werde im Krankenhaus ärztlich behandelt. Unklar war zunächst, ob Reul seine Amtsgeschäfte vertretungsweise an ein anderes Mitglied im Kabinett von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) übergibt.

Nach dem Unfall sagte Reul, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. Er habe zunächst kein Glück gehabt, dann sei Pech hinzugekommen: Ein dummer Stolperer habe zum Sturz und zum Hüftbruch geführt.

Erst am Donnerstag hatte Reul eigene gesundheitliche Probleme öffentlich gemacht. Nach einem Eingriff in den Sommerferien, der das Zittern einer Hand beseitigen sollte, habe er Schwierigkeiten beim Sprechen. Warum diese auftraten, sei noch unklar.

Zu den ersten Terminen, die Reul nicht wahrnehmen konnte, zählte eine Veranstaltung in Düsseldorf. Dort zeichneten die Stiftung Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland und der Heimatverein Düsseldorfer Jonges Königin Silvia von Schweden mit dem „Preis für Kindeswohl 2026“ aus. Reul sollte ursprünglich die Laudatio halten.

Reul will bei der Landtagswahl im April 2027 erneut antreten. Der CDU-Kreisvorstand im Rheinisch-Bergischen Kreis nominierte ihn laut Partei einstimmig. Die Aufstellungsversammlung muss ihn am 16. Oktober noch als Kandidaten bestätigen. Bei der Wahl 2022 hatte er den Wahlkreis mit 51,1 Prozent gewonnen.

Der frühere Europaabgeordnete ist seit 2017 Innenminister des Landes. Bundesweit bekannt wurde er durch sein hartes Vorgehen gegen Rocker, Islamisten und kriminelle Mitglieder von Großfamilien sowie durch seine hemdsärmelige Art.

Wie stark Reul in den kommenden Monaten in den Landtagswahlkampf eingeplant ist, war von der NRW-CDU zunächst nicht zu erfahren. Im „Kölner Stadt-Anzeiger“ hatte er zuletzt einen intensiven Wahlkampf seiner Partei angekündigt. Anlass war eine Umfrage zur politischen Stimmungslage, in der die AfD Werte über 20 Prozent erreichte.

Ende September sagte Reul der Zeitung, er sehe für NRW gute Chancen, die Menschen mit guter Politik zu überzeugen. Die CDU sei nicht ohne Grund weiterhin die stärkste Kraft, und die Menschen wüssten, was sie an der aktuellen Landesregierung hätten. Der Wahlkampf beginne erst jetzt. In den kommenden Monaten werde die CDU stark den Austausch suchen, auf Marktplätzen, bei Veranstaltungen und auf den Straßen.

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