Bundesprojekte für Militäranlagen: NRW-Bauverwaltung plant bis 2029 Vorhaben für 1,6 Milliarden Euro
Die Bauverwaltung Nordrhein-Westfalens will von 2026 bis 2029 im Auftrag des Bundes Militärprojekte für rund 1,6 Milliarden Euro umsetzen. Das ist mehr als doppelt so viel wie in den vier Jahren davor, sagte Finanzminister Marcus Optendrenk in Uedem.

Nordrhein-Westfalen investiert in den kommenden Jahren deutlich mehr in Neubau und Modernisierung von Militäranlagen. Nach Angaben von Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) plant die Bauverwaltung des Landes für den Zeitraum 2026 bis 2029 im Auftrag des Bundes Projekte im Umfang von rund 1,6 Milliarden Euro. In den vier Jahren zuvor sei es weniger als die Hälfte gewesen. Optendrenk äußerte sich bei einem Besuch im Nato-Führungszentrum für die Sicherheit im Luftraum in Uedem am Niederrhein.
Von dem Standort aus werde der Luftraum über Europa überwacht, ebenso der Weltraum, erklärte der Minister. Nordrhein-Westfalen sorge dafür, dass die dafür nötige Infrastruktur zur Verfügung stehe.
Zu den größten Vorhaben in Uedem zählt laut Finanzministerium der Neubau eines Gefechtsstands für Nato-Luftoperationen. Das Gesamtbauvolumen beträgt demnach rund 92 Millionen Euro. An der nahe gelegenen Radarstation Marienbaum sind nach Angaben des Ministeriums ein Umbau und eine technische Ertüchtigung für etwa 21 Millionen Euro vorgesehen.
Im Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW arbeiten nach Optendrenks Worten inzwischen 450 Beschäftigte mit gebündelten Zuständigkeiten daran, die Bundesprojekte voranzubringen. Einen nicht unerheblichen Teil machten dabei Vorhaben der Nato aus. Nordrhein-Westfalen habe für das Bündnis eine besondere Bedeutung, sagte der Minister. Die Nato brauche in dem Land leistungsfähige Standorte und eine moderne Infrastruktur.
Bereits zu Jahresbeginn hatte das Land angekündigt, die Genehmigungshürden für militärische Anlagen wie Kasernen zu senken. Für Neubauten, Sanierungen und Erweiterungen solcher Anlagen entfällt demnach künftig das Baugenehmigungsverfahren. Zugleich soll der Denkmalschutz gelockert werden.