Zitat des Heisenberg-Gymnasiums Gladbeck erscheint bei Lichtinszenierung am Düsseldorfer Landtag
Zum 80-jährigen Bestehen des Landtags NRW läuft eine Woche der Demokratie. Teil der Lichtinszenierung „Fundament der Demokratie“ ist ein Zitat von Schülerinnen und Schülern des Heisenberg-Gymnasiums Gladbeck. Die Parlamentsnacht am Freitag, 9. Oktober 2026, bildet den Höhepunkt.

Auf der Fassade des Düsseldorfer Landtags ist derzeit ein Beitrag aus Gladbeck zu sehen: Schülerinnen und Schüler des Heisenberg-Gymnasiums haben ein Demokratiezitat für die Lichtinszenierung „Fundament der Demokratie“ beigesteuert. Anlass ist das 80-jährige Bestehen des Landtags Nordrhein-Westfalen, das das Parlament mit einer Woche der Demokratie feiert. Den Höhepunkt bildet die Parlamentsnacht am Freitag, 9. Oktober 2026.
Das Zitat der Gladbecker Schule lautet: „Die größte Bedrohung ist die Entmenschlichung. Jede Stimme wird gehört. Die Gefahr liegt im Schweigen.“ Die Installation verbindet solche Beiträge von Schulklassen aus ganz Nordrhein-Westfalen mit Gedanken und Zitaten bekannter Persönlichkeiten. Mit dem Beitrag des Heisenberg-Gymnasiums sind damit auch Überlegungen junger Menschen aus Gladbeck zu Demokratie und ihrem Fortbestand vertreten.
Konzipiert hat die Illumination das Künstlerduo Hartung & Trenz. Landtagspräsident André Kuper eröffnete sie am 5. Oktober. Besucherinnen und Besucher können die Lichtkunst noch bis Sonntag, 11. Oktober 2026, täglich von etwa 19.30 bis 23 Uhr sehen. Sobald es dunkel wird, dient das Landtagsgebäude als große Projektionsfläche.
Die Projektionen erscheinen auf dem Vorplatz und an den Fassaden des Parlamentsgebäudes. Die Farben Rot, Grün und Weiß nehmen die Landesfarben Nordrhein-Westfalens auf. Neben den Texten an den Gebäuden spielen Projektionen auf dem Boden eine wichtige Rolle. Wer sich zwischen den Lichtbildern bewegt, wird selbst Teil der Inszenierung. Die vertikalen Projektionen an den Sandsteinfassaden ergänzen die Bodenbilder und wirken zugleich wie ein leuchtendes Tor, das zum Näherkommen einlädt.
Bereits vor Beginn der Illumination läuft jeden Abend ab 18 Uhr auf dem Vorplatz der Film „Häuser der Demokratie“. Er erzählt die Geschichte des Landtags und des Landes Nordrhein-Westfalen anhand der vier Standorte des Parlaments in Düsseldorf. Die Geschichte des Landtags begann am 2. Oktober 1946, als das Parlament erstmals im Düsseldorfer Opernhaus zusammentrat. Die Abgeordneten hatte damals die britische Militärregierung ernannt. Die Festwoche erinnert an diesen Beginn und an 80 Jahre parlamentarische Demokratie in Nordrhein-Westfalen.
Bei der Parlamentsnacht öffnet der Landtag am Freitag, 9. Oktober 2026, von 17 bis 23 Uhr seine Türen für Bürgerinnen und Bürger. Geplant sind Konzerte, Talkrunden, Live-Debatten von Schülerinnen und Schülern, Ausstellungen und eine Versteigerung von Gastgeschenken internationaler Gäste. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 6.000 Menschen. Auch diesmal können Gäste im Plenarsaal Platz nehmen und mit den Fraktionen ins Gespräch kommen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung vorab ist nicht nötig.
Landtagspräsident André Kuper versteht die Festwoche als Einladung, sich mit der Demokratie auseinanderzusetzen. Die Lichtinszenierung soll ihm zufolge daran erinnern, dass Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit zusammen ein gemeinsames Fundament bilden. Außerdem wolle der Landtag die Menschen ermutigen, sich für diese Werte einzusetzen. Weitere Informationen zur Festwoche und zur Parlamentsnacht stellt der Landtag Nordrhein-Westfalen auf seiner offiziellen Website bereit.