Weidel und Siegmund sprechen in Leverkusen vor 1.000 Zuschauern
AfD-Chefin Alice Weidel und der Wahlgewinner aus Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, sind am Dienstag, 20. Oktober, im Forum in Leverkusen aufgetreten. Laut Bericht verfolgten 1.000 Zuschauer die Reden. Gleichzeitig protestierten mehr als 1.000 Menschen gegen die Partei und die Auftritte. Weidel kündigte an, dass eine AfD-geführte Bundesregierung die Unterstützung für die Ukraine beenden würde.

Am Dienstag, dem 20. Oktober, waren AfD-Chefin Alice Weidel und der Wahlgewinner aus Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, im Forum in Leverkusen zu Gast. Nach Angaben des Berichts verfolgten 1.000 Zuschauer die Reden, die Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Zuvor hatte es in unmittelbarer Umgebung starke Gegendemonstrationen gegeben, im Saal war die Stimmung dennoch ausgelassen. Durch den Abend führten Christian Zaum, stellvertretender Vorsitzender des NRW-Landesverbandes, und der AfD-Landtagsabgeordnete Sven Tritschler. Neben Weidel und Siegmund sprachen auf der Bühne auch Europaabgeordnete aus der ESN (Europa der Souveränen Nationen).
Laut Bericht protestierten mehr als 1.000 Menschen gegen die Partei und die Auftritte. Einige Demonstranten versperrten Besuchern den Zugang zum Forum. Nach Angaben der Polizei wurde ein AfD-Politiker hinter einen Absperrzaun geschubst, die Polizei half ihm ins Gebäude.
Nach dem Eindruck des Berichts halten sich Weidel und Siegmund derzeit für unaufhaltsam. In ihren Reden sprachen sie über genau diese empfundene Stärke der Partei und machten zugleich deutlich, wofür die AfD steht.
Dabei wurden bekannte Feindbilder aufgegriffen. Kritisiert wurden unter anderem eine vermeintliche Frühsexualisierung von Kindern und der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Deutschland wurde als wirtschaftlich angeschlagenes Land dargestellt, das unter angeblich unkontrollierter Migration leide. Zudem sei zu beobachten, dass die sogenannte Brandmauer zunehmend bröckele, wie es hieß.
Laut „tagesschau“ bedankte sich Siegmund bei den nordrhein-westfälischen AfD-Politikern, da sie zu seinem Wahlsieg beigetragen hätten. Zugleich merkte er an, dass die Partei in Nordrhein-Westfalen noch nicht stärkste Kraft sei. Umso mehr forderte er die Anhänger auf, das Land „zurückzuholen“. Zudem erklärte er, man wolle in nächster Zeit eine Spitzenpartei werden.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete Weidel, die vom Publikum mit großem Applaus begrüßt wurde. Sie kündigte an, dass eine AfD-geführte Bundesregierung die Unterstützung für die Ukraine beenden würde. Mit Blick auf die Unruhen in Frankreich ließ sie die Menge den Begriff „Remigration“ skandieren.
Weidel erklärte außerdem, man hole sich in diesem Jahr Nordrhein-Westfalen und danach ganz Deutschland. Nach Eindruck des Berichts zeigte sie sich dabei ebenso selbstbewusst wie Siegmund.
Darüber hinaus stellte Weidel die Grundzüge eines neuen Europaprogramms vor, an dem die Partei derzeit arbeitet. Ziel sei es, die Europäische Union in ihrer bisherigen Form „zurückzubauen“. Stattdessen sollten zwischenstaatliche Verträge einen freien Binnenmarkt regeln.
Auch auf Instagram ließen Siegmund und Weidel ihre Anhänger in einem kurzen Video an der Veranstaltung teilhaben. Darin sagte Siegmund sinngemäß, es gehe um ganz Deutschland und um Weidel als Bundeskanzlerin. Dabei richtete er sich direkt an sie und erklärte, man brauche sie.