Gladbach vor Rheinderby gegen Köln: Blessin startet mit Personalsorgen
Vor dem Rheinderby stehen Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln unter Druck. Für Gladbachs neuen Trainer Alexander Blessin ist es das Debüt, zudem sind Kapitän Tim Kleindienst und Ko Itakura angeschlagen. Köln will nach vier Punkten aus vier Spielen eine Krise abwenden und muss in der Offensive umbauen.

Vor dem Rheinderby herrscht bei beiden Klubs hoher Druck. Für Gladbachs neuen Trainer Alexander Blessin ist die Partie im Borussia-Park das Debüt. Es geht darum, die ersten Punkte der Saison zu holen. Ein Erfolgserlebnis könnte die angespannte Stimmung rund um die Borussia nach Einschätzung von GladbachLIVE sofort verbessern. Blessin spricht von einer „Mission“, bei der seine Mannschaft mit nur einem Spiel vieles korrigieren könne.
Der 1. FC Köln hat nach vier Spielen vier Punkte und will eine ausgewachsene Krise vermeiden. Zuletzt sorgten die Partien gegen Bremen (1:1) und Hamburg (1:2) für Enttäuschung.
Bei Gladbach bereitet vor allem die Personallage Sorgen. Die Einsätze von Kapitän Tim Kleindienst und Ko Itakura sind unsicher, beide sind angeschlagen. Eine endgültige Entscheidung über ihre Mitwirkung soll voraussichtlich erst am Samstag fallen. Dass es eine Hängepartie bis zur letzten Minute werden könnte, entspricht laut dem Bericht der Hoffnung Blessins.
Zudem deutet laut „Kicker“ vieles darauf hin, dass der neue Trainer das System umstellt und auf eine Dreierkette setzt. Das wäre eine Abkehr von der gewohnten Viererkette. Fällt Itakura aus, stünde Daiki Hashioka bereit, um neben Kevin Diks und Jan Leszczynski im Abwehrzentrum zu spielen.
Im Mittelfeld könnte Zento Uno neben Philipp Sander beginnen. Auf der linken Seite hat Lukas Ullrich die besten Aussichten. Rechts konkurrieren Neuzugang Yukhym Konoplia und Joe Scally um einen Platz in der Startelf. Konoplia steht nach einem Innenbandanriss erstmals im Aufgebot.
Im Angriff ist der formstarke Hugo Bolin gesetzt. Offen ist, wer an seiner Seite aufläuft. Für die Plätze hinter dem Stoßstürmer kommen Robin Hack, Wael Mohya, Shuto Machino und Florian Neuhaus infrage. Franck Honorat fehlt wegen einer Muskelverletzung definitiv. Sollte auch Kleindienst ausfallen, würde Isac Lidberg im Sturmzentrum spielen.
Auch Köln hat Probleme, besonders in der Offensive. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen der Angreifer Ragnar Ache und Thijs Dallinga muss Trainer René Wagner umstellen. Als Favorit für das Sturmzentrum gilt Marius Bülter, der die nötige Robustheit mitbringt. Die Hauptverantwortung im Kölner Angriff tragen nun Mikey Moore und der schnelle Neu-Nationalspieler Said El Mala.
Die Kölner Defensive zeigte zuletzt wiederholt Lücken. In 19 Pflichtspielen in Folge kassierte der FC mindestens ein Gegentor. Fünf Gegentore nach Standardsituationen in dieser Saison sind gemeinsam mit Gladbach der schlechteste Wert der Liga.
Für Gladbach wird es nach Einschätzung von GladbachLIVE darauf ankommen, die zuletzt anfällige Zentrale zu stabilisieren und vor allem El Mala auszuschalten. Diese Aufgabe könnte Konoplia, der noch keine Spielpraxis hat, oder Scally zufallen. Scally löste sie im vergangenen Jahr beim 3:1-Heimsieg gegen Köln zumindest ordentlich.
Für beide Vereine steht viel auf dem Spiel. Aus Sicht von GladbachLIVE wäre ein Ausrutscher der Kölner gegen das bisher sieglose Schlusslicht vor den eigenen Fans eine Blamage und würde für explosive Stimmung sorgen. Ein Sieg der Gladbacher könnte demnach die lang ersehnte Trendwende bringen und die Lage im Umfeld deutlich entspannen.