NRW HEUTEonline

Menschen. Themen. Perspektiven.

NRW

NRW: Großübung in Dinslaken, Brände und Unfälle am 10. Oktober 2026

Am 10. Oktober beschäftigten in Nordrhein-Westfalen mehrere Einsätze Polizei und Feuerwehr. In Dinslaken trainierten rund 160 Einsatzkräfte den Katastrophenschutz. In Warstein starb eine 21-Jährige bei einem Kletterunfall. In Münster verliefen zwei Versammlungen friedlich, in Gelsenkirchen brannte ein leerstehender Kindergarten.

Newsflash24 · 10.10.2026 · 00:36 Uhr

Illustration zum Thema: NRW: Großübung in Dinslaken, Brände und Unfälle am 10. Oktober 2026
KI-Illustration

In Dinslaken haben Hilfsorganisationen aus Dinslaken, Voerde, Hünxe und Umgebung am 10. Oktober eine gemeinsame Großübung absolviert. Beteiligt waren laut der Feuerwehr Dinslaken rund 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG, DRK, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst und THW sowie 40 Verletztendarsteller. Auch die Personenauskunftsstelle des Kreises Wesel war eingebunden. Im Mittelpunkt stand nicht eine einzelne Einsatzlage, sondern das Zusammenspiel der Organisationen, vor allem Kommunikation, Führungsstrukturen und Informationsweitergabe.

Fabian Friese von der DLRG erklärte, für seine Organisation stehe zwar die Wasserrettung im Vordergrund. In einer komplexen Lage ende die Aufgabe aber nicht mit der Rettung, es komme darauf an, Informationen rasch weiterzugeben und Maßnahmen mit den anderen Kräften abzustimmen. Das lasse sich nur gemeinsam üben. Janina Schmidt-Jakisch vom THW sagte, jede Organisation habe eigene Strukturen und Stärken, die im Einsatz zusammenpassen müssten. Die Übung biete die Gelegenheit, diese Schnittstellen zu trainieren und voneinander zu lernen.

Geprüft wurden unter anderem die Kommunikations- und Führungsstrukturen, die vorgesehenen Melde- und Informationswege sowie die Zusammenarbeit in verschiedenen Einsatzabschnitten. Die Einsatzkräfte konnten das Zusammenwirken mit den anderen Organisationen unter möglichst realitätsnahen Bedingungen trainieren. Die Übung findet alle zwei Jahre statt: 2022 lag die Federführung bei der DLRG, 2024 beim THW und 2026 bei der Feuerwehr Dinslaken. Der Wechsel soll die Zusammenarbeit kontinuierlich weiterentwickeln.

Bastian Schulte von der Feuerwehr Dinslaken, der die Übung leitete, berichtete, ein Planungsteam habe rund eineinhalb Jahre an der Vorbereitung gearbeitet. Nach der Durchführung würden die Szenarien detailliert ausgewertet, Abläufe analysiert und Erfahrungen gesammelt. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Ulrich Borgmann beobachtete die Übung für den Kreis Wesel, David Marten, Leiter der Feuerwehr Dinslaken, für die gastgebende Organisation. Beide zeigten sich von der Leistungsbereitschaft und der Schlagkraft der Einheiten beeindruckt.

Die Personenauskunftsstelle des Kreises Wesel sammelt Informationen über Betroffene, Verletzte und unverletzte Personen in einem Schadensgebiet. Damit wurde auch der Bevölkerungsschutz einbezogen: Bei größeren Einsatzlagen könnten Angehörige so Auskunft über den Verbleib vermisster Personen erhalten. Nach dem praktischen Teil ist eine gemeinsame Nachbesprechung vorgesehen. Die Erfahrungen sollen danach ausgewertet und für die weitere Zusammenarbeit genutzt werden.

In Warstein starb am vergangenen Samstag eine 21-jährige Frau aus Aschersleben in einem ehemaligen Steinbruch. Nach Angaben der Polizei stürzte sie um 17:15 Uhr aus bislang ungeklärten Gründen aus 15 Metern Höhe. Sie war mit vier weiteren Personen zum Klettern dort, der Ort ist kein offizieller Kletterplatz. Die Frau erlag trotz Reanimationsversuchen ihren schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle, auch ein angeforderter Rettungshubschrauber konnte nicht mehr helfen. Ihre vier Begleiter betreuten Notfallseelsorger der Feuerwehr. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.

In Münster begleitete die Polizei am Samstag zwei Versammlungen, die laut ihrer Bilanz friedlich verliefen. An einem Marsch vom Hauptbahnhof zum Prinzipalmarkt beteiligten sich bis zu 600 Personen, er endete wie geplant um 14 Uhr. Zeitgleich begann auf dem Aegidiikirchplatz eine zweite Versammlung, die mit bis zu 60 Teilnehmern durch die Innenstadt zum Domplatz zog. Entlang der Strecke protestierten mehrere Personen lautstark.

Unbekannte hängten im öffentlichen Verkehrsraum über der Straße Verspoel/Marienplatz ein Banner auf, ein weiteres im Bereich Spiekerhof. Dort kletterten zwei Personen auf einen Baum und eine Straßenlaterne und blieben oben, während der Marsch unter Polizeischutz vorbeizog. Die Polizei identifizierte die Verdächtigen, fertigte zwei Anzeigen und stellte Tatmittel sicher. In der Nacht zum Samstag beschmierten Unbekannte zudem eine Statue nahe dem Domplatz; die Polizei prüft, ob ein Zusammenhang mit den Versammlungen besteht. Insgesamt zog sie eine positive Bilanz: Die Versammlungsfreiheit sei geschützt und Beeinträchtigungen für Unbeteiligte seien möglichst gering gehalten worden.

In Gelsenkirchen-Schalke ging am Samstag gegen 13:00 Uhr bei der Feuerwehr ein Notruf wegen eines Brandes ein. Mehrere Anrufer meldeten Rauch aus einem verlassenen Kindergarten. Alarmiert wurden Kräfte der Feuer- und Rettungswachen Altstadt, Heßler und Buer sowie der Löschzüge Altstadt, Ückendorf und Heßler der Freiwilligen Feuerwehr. Beim Eintreffen brannte ein ehemaliger Gruppenraum im hinteren Gebäudeteil. Holzplatten vor Türen und Fenstern erschwerten zunächst den Zugang zum Brandherd. Ein Trupp unter Atemschutz brachte das Feuer mit einem C-Rohr schnell unter Kontrolle. Es folgten umfangreiche Nachlöscharbeiten und Belüftungsmaßnahmen. Die Einsatzstelle wurde zur Klärung der Brandursache an die Polizei übergeben, Verletzte gab es nicht.

In Krefeld-Uerdingen meldete am 10. Oktober um 10:35 Uhr ein Anrufer Rauch aus einem Fenster im Obergeschoss an der Oberstraße; zudem hieß es, eine Person befinde sich in der Wohnung. Die Feuerwehr brachte sie ins Freie, der Rettungsdienst untersuchte sie und ließ sie an der Einsatzstelle. Ursache war angebranntes Essen, das der Bewohner vor dem Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht hatte. Die Feuerwehr löschte nach und lüftete die Räume. Im Einsatz waren beide Feuerwachen, der Löschzug Uerdingen und der Rettungsdienst mit insgesamt etwa 30 Kräften. Der Einsatz ist beendet.

Bei einer Laufveranstaltung in Herdecke kam es am Samstagmorgen zu einem medizinischen Notfall. Die Marschveranstaltung war in Dortmund gestartet und führte auch durch Herdecke; der Notfall ereignete sich im Bereich des Ruhrhöhenweges am Herrentisch. Ersthelfer begannen laut Feuerwehr vorbildlich mit der Reanimation und setzten früh den Notruf ab. Die Feuerwehr wurde um 9:49 Uhr mit dem Stichwort „Tragehilfe - laufende Reanimation“ alarmiert, weil der genaue Einsatzort zunächst unklar war. Dank Einweisern wurde er schnell gefunden, Rettungsdienst und Notarzt übernahmen zügig die Versorgung. Die Feuerwehr unterstützte mit ausgebildeten Kräften; Fahrzeuge rückten von der Feuerwache und vom Bleichstein aus, wo gerade eine Ausbildungsveranstaltung lief.

Die Feuerwehr musste den Patienten zudem abschirmen, weil einige Läufer die Einsatzstelle unmittelbar passieren wollten. Mehrere Teilnehmende diskutierten trotz Weisung der Feuerwehr und erklärten, sie wollten nur bis zu dieser Stelle. Die Anfahrt war schwierig, da viele Teilnehmende nur zögerlich auf Blaulicht und Martinshorn reagierten. Der Patient kam mit Rettungswagen und Notarzt in ein Dortmunder Krankenhaus; zu seinem Zustand gibt es keine Angaben. Die Feuerwehr hatte sich vorab mit den Routen befasst und die Wege in der Einsatzvorplanung kommuniziert. Ein Feuerwehrsprecher appellierte eindringlich, Einsatzstellen ohne große Nachfragen zu meiden und Fahrzeugen mit Blaulicht und Martinshorn Aufmerksamkeit zu schenken. Bereits am Freitagnachmittag war die Feuerwehr zu einer Tragehilfe im Kirchender Dorfweg ausgerückt, wo sie den Rettungsdienst unterstützte und den Patienten zum bereitstehenden Rettungswagen trug.

In Kamen meldete eine Zeugin am Samstag, 10. Oktober 2026, um 02:45 Uhr einen Brand in einer Pizzeria an der Derner Straße. Die Feuerwehr löschte das Feuer, Verletzte gab es nicht. Ursache, weitere Umstände und Schaden werden noch untersucht, die Polizei vermutet Brandstiftung. Fahndungsmaßnahmen nach möglichen Verdächtigen blieben erfolglos. Zeugen mit verdächtigen Beobachtungen oder Hinweisen sollen sich bei der Polizei Kamen unter 02307 921 3220 oder 02303 921 0 oder per E-Mail an poststelle.unna@polizei.nrw.de melden.

In Soest überprüften die Polizei und weitere Behörden am Freitag, 9. Oktober 2026, im Rahmen einer länderübergreifenden Schwerpunktaktion mehrere Unternehmen im Stadtgebiet. Dabei entdeckten sie unter anderem vier illegale Glücksspielautomaten sowie unversteuerten Tabak und nicht verzollte Zigaretten. Beteiligt waren neben dem Polizeirevier Soest auch die Einsatzgruppe und das zuständige Kriminalkommissariat.

In Sassenberg kontrollierte die Polizei am Freitag, 9. Oktober 2026, um 22:10 Uhr auf der Straße Zum Hilgenbrink einen 19-jährigen Autofahrer. Er hatte keine gültige Fahrerlaubnis, das Fahrzeug war nicht versichert. Schon am 26. und am 29. September 2026 hatten Beamte wegen ähnlicher Vergehen Strafanzeigen gegen ihn erstattet. Um weitere Straftaten zu verhindern, stellten sie den Wagen sicher und ließen ihn abschleppen. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und einer Straftat nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz ein.

In Essen-Stoppenberg hat die Polizei die öffentliche Fahndung nach einem Verdächtigen im Fall eines versuchten sexuellen Übergriffs auf eine junge Frau am 27. September am Hugenkamp eingestellt. Ein Hinweis aus der Bevölkerung führte zur Identifizierung des Mannes, einem 29-jährigen Bottroper mit deutscher Staatsangehörigkeit. Die Polizei dankte für die Hinweise und bittet, das zuvor veröffentlichte Foto nicht weiterzuverbreiten und zu löschen.

In Neuss ist die Suche nach einem 67-Jährigen aus Neuss-Weissenberg, der seit dem 9. Oktober vermisst wurde, beendet. Er wurde sicher in einem Krankenhaus gefunden. In Hückeswagen korrigierte die Polizei eine Angabe zum Verkehrsunfall an der Bever vom 10. Oktober 2026 um 07:36 Uhr, bei dem ein Pkw in den Flusslauf stürzte: Die beteiligte Fahrerin ist entgegen der ersten Meldung 58 Jahre alt.

Beim Regionalligaspiel zwischen dem SC Rot-Weiß Oberhausen und dem 1. FC Bocholt am 10. Oktober 2026 um 14:00 Uhr im Stadion Niederrhein gab es laut Polizei Oberhausen keine Zwischenfälle. Die Partie endete 3:1 vor 3725 Zuschauern.

Bei Newsflash24 lesen ↗