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Ahlen: Lokführer hält Güterzug an und schläft offenbar – Ermittlungen laufen

Ein 31 Jahre alter Lokführer hat am Mittwochnachmittag seinen Güterzug zwischen Heessen und Ahlen ohne erkennbaren Grund gestoppt und schlief offenbar im Führerstand. Die Bundespolizei sieht deutliche Anzeichen für Alkohol und ermittelt wegen Gefährdung des Bahnverkehrs. 26 Züge verspäteten sich um insgesamt 1124 Minuten.

BILD · 09.10.2026 · 15:37 Uhr

Artikelbild der Quelle zu: Nickerchen im Güterzug: Besoffener Lokführer schläft auf offener Strecke
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Ein Güterzug ist am Mittwochnachmittag auf der Strecke zwischen Heessen und Ahlen unplanmäßig zum Stehen gekommen. Der 31 Jahre alte Lokführer hatte den Zug eines privaten Transportunternehmens ohne erkennbaren Grund angehalten. Weder der Fahrdienstleiter noch die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn erreichten ihn zunächst.

Aufmerksam wurde schließlich ein Lokführer, der dem stehenden Zug entgegenkam. Er fuhr langsam daran vorbei und schöpfte Verdacht, denn der 31-Jährige schlief offenbar im Führerstand. Der vorbeifahrende Kollege meldete dies der Notfallleitstelle, die wiederum die Bundespolizei alarmierte.

Noch bevor die Beamten den abgestellten Zug erreichten, setzte sich dieser wieder in Bewegung. Er kam jedoch nicht weit: Im Güterbahnhof Ahlen hielt er erneut an, und der Lokführer sprang aus dem Führerstand. Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn entdeckte den offensichtlich angetrunkenen Mann und übergab ihn der Polizei.

Die Beamten untersagten dem Niederländer die Weiterfahrt und ermitteln gegen ihn wegen Gefährdung des Bahnverkehrs. Eine Sprecherin der Bundespolizei sagte am Freitag gegenüber BILD, der Zugführer habe einen freiwilligen Atemalkoholtest verweigert. Es habe deutliche Anzeichen für eine Alkoholisierung gegeben. Laut Bundespolizei wurde dem Mann eine Blutprobe entnommen.

Den abgestellten Güterzug übernahm ein anderer Lokführer. Wegen des Vorfalls war die Bahnstrecke zeitweise komplett gesperrt. Infolgedessen verspäteten sich 26 Züge um insgesamt 1124 Minuten.

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