BVB und Vodafone starten „Fan-Modus“ gegen Handynutzung im Stadion
Borussia Dortmund startet gemeinsam mit Vodafone eine Aktion, die Fans im Stadion vom Smartphone weglocken soll. Wer während des Spiels den Bildschirm gesperrt lässt, kann Punkte sammeln und Preise gewinnen. Die Aktion startet beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt.

Der BVB will die Handynutzung im Stadion eindämmen und die Fans wieder näher am Spielgeschehen haben. Dazu startet der Klub gemeinsam mit Vodafone die Kampagne „Fan-Modus“.
Carsten Cramer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Borussia Dortmund, betont, dass der Moment im Stadion unersetzlich sei. Genau das solle nun gemeinsam in den Mittelpunkt gestellt werden.
Im Stadion können Zuschauer den „Fan-Modus“ mit Anpfiff in der BVB-App aktivieren. Die App misst während des Spiels, wie lange der Bildschirm gesperrt bleibt. Für jede Minute ohne Entsperren gibt es Punkte. Die Halbzeitpause ist von der Aktion ausgenommen.
Nach Spielende sollen Fans, die ihr Handy am wenigsten genutzt haben, belohnt werden. Der Verein lobt dafür Preise für die Besucher mit der höchsten Punktzahl aus: Gutscheine für den Fanshop und die Chance auf signierte Trikots.
Cramer lobt Vodafone für die Aktion. Der Mobilfunkanbieter setze seine Innovationskraft gezielt dafür ein, ein Erlebnis zu schützen, das keine Technologie ersetzen könne.
Vodafone hatte bereits 2023 in einer Befragung ermittelt, dass rund 63 Prozent der Stadionbesucher während des Spiels ihr Handy nutzen.
Nicht zuletzt wegen steigender Kritik, auch rund um Fanstreamer im Stadion, hätten sich Vodafone und der BVB zu der Aktion entschlossen.
Marcel del Goot, CEO von Vodafone Deutschland, ruft dazu auf, die Smartphones im Stadion wieder häufiger in der Hosentasche zu lassen. Stattdessen solle man sich auf das Geschehen auf dem Rasen und den Tribünen konzentrieren und den Moment erleben.
Der „Fan-Modus“ wird bereits für das anstehende Heimspiel am Samstag gegen Eintracht Frankfurt eingeführt. Die Teilnahme ist für alle Fans freiwillig.
Die App benötigt Zugriff auf den Standort, um sicherzustellen, dass sich die Nutzer tatsächlich im Stadion befinden. Im Stadion sollen die 81.000 Fans so künftig für noch mehr Gänsehautstimmung sorgen als bisher.