Orioniden in NRW: Beobachtung bis zum 7. November möglich
In NRW sind die Orioniden laut Bericht bis in die ersten Novembertage zu sehen, der 7. November gilt als Stichtag. Bis zu 30 Meteore pro Stunde seien möglich, der Mond könnte die Beobachtung jedoch stören. Empfohlen werden dunkle Orte mit wenig Lichtverschmutzung.

Laut Bericht lohnt sich in Nordrhein-Westfalen der Blick zum Himmel. Die Orioniden ziehen von Anfang Oktober bis in die ersten Novembertage über den Himmel, für NRW gilt der 7. November als Stichtag. Bis zu 30 Meteore pro Stunde sind möglich, doch der Mond könnte die Beobachtung beeinträchtigen.
Dr. Voss vom Planetarium Hamburg erklärt die Leuchtspuren als leuchtende Schläuche aus ionisierter Luft. Sie entstehen, wenn Trümmerteilchen des Halleyschen Kometen mit enormer Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre treffen und verglühen.
Dem Bericht zufolge sind die Orioniden jedes Jahr im Herbst zu sehen, wenn die Erde bei ihrem Umlauf um die Sonne die Bahn des Kometen kreuzt und dabei dessen Spur aus zurückgelassenen Staubteilchen durchquert. Die Hauptshow des Winterhalbjahrs folgt laut Bericht erst im Dezember und Januar.
Als Höhepunkt nennt der Bericht die Nacht vom 21. auf den 22. Oktober. Die besten Chancen bietet die zweite Nachthälfte ab Mitternacht bis zum Morgengrauen. Das Maximum sei bereits in der Nacht zum 22. Oktober nach Mitternacht zu beobachten gewesen. Der Einstieg kündigt die stärkste Nacht hingegen als noch bevorstehend an, die Zeitangaben sind im Bericht also nicht eindeutig. Bis zum 7. November besteht laut Bericht weiterhin die Chance, Orioniden zu entdecken.
Dr. Voss rät, bis zum Untergang des Mondes gegen 3 Uhr nachts zu warten. Beobachter sollten Stadtlichter meiden und ihren Augen eine gute halbe Stunde zur Gewöhnung an die Dunkelheit geben. Der Bericht warnt zudem davor, während des Wartens auf das Handydisplay oder auf den hellen Mond zu schauen, da schon ein kurzer Blick aufs Smartphone die Nachtsicht beeinträchtige.
Besonders dunkel ist laut Bericht der Sternenpark Eifel, dort lasse sich sogar die Milchstraße erkennen. Der Nationalpark Eifel bietet neun weitere „SternenBlicke“, etwa in Vogelsang bei Schleiden, Nideggen, Monschau und Heimbach. Im Sauerland nennt der Bericht das Sternendorf Meinkenbracht in Sundern, dessen lichtarme Hochebene an zwei Plätzen spezielle Beobachtungsliegen bietet.
Dortmund, Duisburg und Köln fallen wegen starker Lichtverschmutzung nach Angaben des Berichts weitgehend aus. Vor dem Aufbruch sollte die Wetterprognose geprüft werden, da Wolken den Blick versperren können.
Den letzten Sternschnuppen-Regen dieses Jahres lieferten laut Bericht die Perseiden. Gleichzeitig gab es eine partielle Sonnenfinsternis, die auch in NRW sichtbar war.