Herdecke: Feuerwehr wirft Läufern beim Mammutmarsch Behinderung vor
Beim Mammutmarsch musste am Samstagvormittag in Herdecke ein Teilnehmer wiederbelebt werden. Die Feuerwehr Herdecke berichtet, dass andere Läufer die Rettungskräfte behindert hätten. Sie hätten den Weg nicht freigemacht und die Absperrung der Einsatzstelle missachtet. Der Mann kam in ein Dortmunder Krankenhaus, über seinen Zustand ist bislang nichts bekannt.

Bei dem Wandermarsch "Mammutmarsch" ist es am Samstagvormittag in Herdecke zu einem medizinischen Notfall gekommen. Kurz vor 10 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, weil ein Mann wiederbelebt werden musste. Nach Angaben der Feuerwehr Herdecke war er selbst Teilnehmer der Veranstaltung.
Ersthelfer hatten am Ruhrhöhenweg in Herdecke laut Feuerwehr vorbildlich mit der Reanimation begonnen und rasch den Notruf abgesetzt. Im weiteren Verlauf des Einsatzes verhielten sich dagegen andere Teilnehmende nach Darstellung der Feuerwehr weniger vorbildlich.
Schon bei der Anfahrt der Rettungskräfte hätten die Läufer nur zögerlich auf Blaulicht und Martinshorn reagiert und den Weg nicht freigemacht. Später hätten einige von ihnen versucht, die abgesperrte Einsatzstelle zu passieren. Auch nach einer eindeutigen Aufforderung der Feuerwehr hätten sie weiter diskutieren wollen. Die Einsatzkräfte mussten den Bereich daraufhin abschirmen.
Einsatzleiter Fabian Westerhoff bezeichnet den Einsatz als "herausfordernd". Nach seinen Schilderungen kamen Läufer teilweise aus Büschen oder von Seitenwegen, weil sie kurz hinter der Einsatzstelle abbiegen wollten. Feuerwehrleute hätten sie zurückschicken müssen. Währenddessen versorgten Sanitäter den Patienten weiter.
Der Mann wurde mit dem Rettungswagen in ein Dortmunder Krankenhaus gebracht. Über seinen Zustand ist bisher nichts Weiteres bekannt. Nach einer Stunde konnte die Feuerwehr die Absperrung aufheben. Dort warteten zu diesem Zeitpunkt rund 350 Läufer. Laut Westerhoff lobten viele von ihnen, darunter auch Teilnehmer, die zuvor noch diskutiert hatten, anschließend den Einsatz und bedankten sich dafür.
Am Mammutmarsch nahmen am Samstag etwa 11.500 Menschen teil. Sie legten Strecken von 30, 42 oder 55 Kilometern zurück. Start und Ziel lagen am Phoenixsee in Dortmund. Die Angaben zum Einsatz stammen aus einer Pressemitteilung der Feuerwehr Herdecke und einem WDR-Interview mit Einsatzleiter Fabian Westerhoff.