Sieben weitere Festnahmen nach Razzia wegen gefälschter Sprachzertifikate
Bayerische Ermittler haben im Komplex um gefälschte Sprachzertifikate sieben weitere Menschen festgenommen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurden bei einer Razzia in über 30 Objekten in Nordrhein-Westfalen und München sechs Haftbefehle vollstreckt, ein siebter folgte am Donnerstag. Ermittelt wird wegen des Verdachts, gefälschte Sprachzertifikate verkauft und Stellvertreter zu Prüfungen geschickt zu haben.

Bayerische Ermittler haben im Komplex um gefälschte Sprachzertifikate sieben weitere Menschen festgenommen. Die Mitteilung dazu machten das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Freitag.
Bei einer Razzia in über 30 Objekten in Nordrhein-Westfalen und München seien am Mittwoch sechs Haftbefehle vollstreckt worden, am Donnerstag folgte ein siebter.
Die Ermittlungen laufen schon länger. Es geht um etwa 50 Tatverdächtige.
Bereits seit 2025 wird wegen des Verdachts des bandenmäßigen und erwerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern, der Urkundenfälschung und weiterer Delikte ermittelt.
Die Gruppe soll gefälschte Sprachzertifikate verkauft haben, mit denen sich Migranten im gesamten Bundesgebiet einbürgern lassen wollten.
Außerdem soll die Gruppe Stellvertreter zu Prüfungen geschickt haben. Diese hätten sich mit gefälschten Papieren als die Migranten ausgegeben, die bei den Ausländerbehörden ihre Prüfungen ablegen mussten. Dabei soll es um eine dreistellige Zahl an Fällen gehen.
An der Razzia am Mittwoch waren mehr als 350 Polizisten beteiligt. Dabei seien neben umfangreichen Beweismitteln auch eine professionelle Fälscherwerkstatt entdeckt worden.
Auch das Bundeskriminalamt und die europäische Polizeibehörde Europol waren an den Maßnahmen beteiligt.
Von den sieben Tatverdächtigen, die zwischen 26 und 46 Jahre alt sind, kamen sechs in Untersuchungshaft. Einer wurde unter Auflagen freigelassen.