Bochum: VfL verliert 0:1 gegen Bielefeld – Proteste gegen Hüpfverbot
Der VfL Bochum hat gegen Arminia Bielefeld 0:1 verloren und rutscht auf Platz 12. Bei einem Sieg wäre der Klub von Rang 11 auf Platz 7 gesprungen. Das Siegtor erzielte Bielefelds Boayke in der 78. Minute. Auf den Rängen protestierten die Bochumer Ultras mit Bannern gegen das Hüpfverbot für die Ostkurve.

Der VfL Bochum hat gegen Arminia Bielefeld mit 0:1 verloren. Mit einem Sieg hätte der Klub vom 11. Tabellenplatz auf Rang 7 klettern können. Stattdessen fällt er auf Platz 12, wie BILD berichtet.
Schon vor dem Anpfiff war einiges los. Am Mittwoch hatte der VfL ein Hüpfverbot für die Ostkurve verkündet, in der die Heimfans stehen. Die Ultras reagierten darauf mit einem ausführlichen Statement. Vor der Partie feierte die aktive Fanszene mit einer Choreografie den 115. Geburtstag des Ruhrstadions.
Sportlich blieb das Spiel lange zäh. Die erste nennenswerte Torchance hatte Hofmann nach 28 Minuten, sein Schuss kam allerdings zu zentral. Auch danach gab es über weite Strecken nur Stückwerk. In der 78. Minute traf Bielefelds Boayke zum entscheidenden 1:0.
Lebhafter ging es auf den Tribünen zu. Vor der Pause zeigten die Bochumer Ultras ein Banner mit der Aufschrift „Dinge, bei denen uns unwohl wird“. Das war eine Anspielung auf das Hüpfverbot, das die Fans aus ihrer Sicht als „lächerlich“ empfinden. Weitere Plakate folgten, auf denen es hieß: „Bullen in der Kurve“, „Kommunikation der Stadt Bochum“, „Fluchttore“, „Bauordnungsamt“, „Sanierung der Ostkurve vorziehen“, „10 € Topspielzuschlag“ und „Fanmarschverbot“.
Insgesamt hielten sich die Bochumer Fans größtenteils an die Anordnung. Vereinzelte Gruppen hüpften zwar, die gesamte Tribüne tat es aber zu keinem Zeitpunkt. Verboten ist ausschließlich das koordinierte und kollektive Springen. Während der gesamten Partie wurde per Durchsage und auf den Anzeigetafeln auf das Verbot hingewiesen.
Zum Beginn der zweiten Hälfte hielten VfL-Anhänger ein Plakat mit der Aufschrift „Beendet den Wahnsinn – Hüpfverbot aufheben“ hoch. Nach 50 Minuten sprangen etwas mehr Fans zu den üblichen Hüpfgesängen. Per Durchsage wurde daraufhin gebeten, stärker darauf zu achten.
Auch die Bielefelder Ultras meldeten sich zu Wort. Etwa in der Mitte des zweiten Durchgangs zeigten sie ein Banner mit den Worten „Unwohlsein als Bochum-Schwein – normal bei eurem Scheissverein“. Anschließend tauschten die Kurven wechselnd hasserfüllte Botschaften aus.
Für den VfL Bochum war es damit ein enttäuschender Tag: sportlich der Absturz auf Platz 12, dazu der Streit um das Hüpfverbot auf den Rängen.