NRW HEUTEonline

Menschen. Themen. Perspektiven.

NRW

Bonn: Triathlon-Nachwuchs fiebert beim Rudelgucken mit Jan Stratmann

Beim Ironman auf Hawaii wurde der Hennefer Jan Stratmann, der für die SSF Bonn startet, Fünfzehnter und zweitbester Deutscher. In Bonn verfolgten rund 60 junge Triathletinnen und Triathleten sein Rennen gemeinsam im Vereinsheim, mit Trainern und Eltern.

tagesschau · 11.10.2026 · 14:39 Uhr

Artikelbild der Quelle zu: Hawaii-Triathlon: Tri-Kids Bonn feiern Platz 15 für Jan Stratmann
Bild aus der Originalquelle

Während in Kailua-Kona auf Hawaii am Vorabend die 46. Ironman-Weltmeisterschaft gestartet wurde, saßen im Vereinsheim der Schwimm- und Sportfreunde Bonn (SSF) rund 60 Nachwuchstriathleten zwischen 7 und 18 Jahren zusammen. Auch Trainer und Eltern waren dabei, der Raum war voll. Sie verfolgten in der Nacht mehr als acht Stunden lang das Rennen von Jan Stratmann aus Hennef, der für den Bonner Verein antritt. Die Gruppe hoffte, dass er es unter die besten zehn schafft.

Das Vereinsheim war thematisch geschmückt, es gab Hawaii-Pizza und selbst gemixte, alkoholfreie Drinks. Vor dem Rennen hatte Stratmann eine Videobotschaft aus Kailua-Kona geschickt. Darin sagte er, er freue sich sehr auf den Wettkampf, wolle sein Bestes geben und wünsche allen zu Hause viel Spaß beim Zuschauen. Die Schlafsäcke lagen bereit, denn die Kinder und Jugendlichen übernachteten im Vereinsheim. Jemand hatte zudem einen Triathlon-Kuchen gebacken, auf dem ein Schwimmer, ein Radfahrer und ein Läufer als kleine Figuren standen.

Die Idee zu dem gemeinsamen Abend hatte Nachwuchswart Dennis Eggert. Er wollte den Saisonabschluss des Vereins feiern und zugleich verfolgen, was die Profis leisten, allen voran das Vereinsmitglied Stratmann. Eggert sagte, es sei sehr motivierend, wenn jemand mit dieser Klasse im Verein trainiere.

Beim Start konnten die Nachwuchssportler ihren Vereinskollegen unter den 54 Profis nicht ausmachen. Sie sahen aber, dass der 31-Jährige nach 3,8 Kilometern Schwimmen als 21. aus dem Wasser kam. Die Live-Bilder aus den USA zeigten ihn nur selten. Per Handy verfolgten die Kinder und Jugendlichen seinen Rennverlauf dennoch und sahen, dass er nach 180 Kilometern auf dem Rad als bester Deutscher abstieg.

Den Sieg holte der Franzose Vincent Luis in 7:47:27 Stunden. Stratmann kam auf Platz 15 und war damit zweitbester Deutscher. Die 13-jährige Julia sagte, sie sei sehr stolz auf ihn und freue sich für ihn. Sie hoffe, irgendwann annähernd so gut zu werden.

Gegen 3 Uhr nachts hatte Stratmann das Ziel längst erreicht. In Bonn dachte zu diesem Zeitpunkt noch kaum jemand ans Schlafen.

Bei tagesschau lesen ↗