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Ungeschlagener BVB: Kovac weist Krisendebatte zurück, Kreativität gefragt

Borussia Dortmund ist neben Bayern das einzige ungeschlagene Team der Bundesliga. Nach dem 2:1 bei Sabah FK in Baku sorgte ein Vorfall im Mannschaftsbus für Gesprächsstoff, während Trainer Niko Kovac Krisenvergleiche zurückweist. Die Verletzungen der Kreativspieler Giannis Konstantelias und Konstantinos Karetsas verschärfen die Frage, wer für Impulse sorgt.

Frankfurter Rundschau · 23.10.2026 · 15:58 Uhr

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Borussia Dortmund ist neben Bayern das einzige ungeschlagene Team der Bundesliga. Zwei Kreativköpfe fallen verletzt aus, und offen ist, wer sie ersetzen kann.

Nach dem 2:1 bei Sabah FK in der Champions League stiegen die verschwitzten Profis am späten Dienstagabend, kurz vor Mitternacht, schnurstracks in den Teambus, statt ausgiebig zu duschen. Der Boulevard machte daraus unter der Überschrift „Dusch-Flucht von Baku“ eine reißerische Geschichte.

Trainer Niko Kovac erklärte, es habe sich um eine Empfehlung des medizinischen Personals gehandelt und nicht um einen Dusch-Boykott. Bei den Gastgebern sei das laut Bericht nicht ganz so gut angekommen.

Nach Einschätzung der Frankfurter Rundschau lässt sich der Vorgang als Sinnbild für das Gesamtbild nutzen, das die Dortmunder derzeit auf dem Platz abgeben: viel Arbeit, Kampf und Mühe, aber wenig Feinschliff.

Nach Einschätzung des Berichts ist der BVB seit der Länderspielpause von einer großen Mannschaft ein gutes Stück entfernt. Auf ein 2:2 gegen Werder Bremen nach einer 2:0-Führung folgten eine 0:1-Niederlage bei FK Bodø/Glimt und ein torloses Remis bei Union Berlin. Diese Ergebnisse hätten die anfängliche Euphorie gedämpft. Der Sieg in Baku sorgte für Erleichterung, dient aber nur bedingt als Stimmungsaufheller.

Inzwischen macht das Wort Krise die Runde. Kovac wies eine drohende Krise zurück und lehnte Vergleiche mit seiner Amtsübernahme im Februar 2025 ab. Damals sei man Elfter gewesen, jetzt stehe man auf Rang zwei und habe so viele Punkte wie Bayern, nämlich 14.

Der Umstand, dass der BVB neben Bayern ungeschlagen ist, brachte Kovac nach Beobachtung des Berichts nicht ins Spiel. Stattdessen sagte er, man spreche offen an, wenn etwas nicht gut laufe, aber auch, wenn etwas gut sei.

In Aserbaidschan habe seine Mannschaft laut Kovac verdient gewonnen und viele Chancen herausgespielt. Der 55-Jährige räumte ein, dass zu wenige Tore gefallen seien, entscheidend sei aber der Sieg.

Dem stehe der pragmatische, ergebnisorientierte Stil Kovacs gegenüber, der im Umfeld keine Begeisterung auslöse und bei vielen Fans auf Distanz stoße. Nach Darstellung des Berichts wird die Forderung nach mehr Flexibilität, Kreativität und Ideen lauter.

Besonders schwer wiegen die Verletzungen der griechischen Kreativspieler Giannis Konstantelias und Konstantinos Karetsas. Konstantelias, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat, dürfte erst im Saisonendspurt wieder zur Verfügung stehen. Karetsas fällt mit einer Sprunggelenksverletzung zumindest im Spiel gegen die Eintracht aus.

Auch die Führungsachse um Nico Schlotterbeck, Felix Nmecha und Serhou Guirassy schwankt laut dem Bericht zu stark in ihren Leistungen. Guirassy unterstrich mit einem Doppelpack in Baku seine unantastbare Stellung, zumindest im europäischen Wettbewerb.

Dahinter komme zu wenig nach, was Kovac das Rotieren erschwere. Wenn er doch wechsle, gehe es mitunter schief.

Als Beispiel nennt der Bericht Fabio Silva. Der Portugiese bringe Beweglichkeit, Zielstrebigkeit und Flexibilität mit und habe als Joker im BVB-Trikot mehrfach überzeugt, auf Strecke fehle ihm aber die Konstanz. Sein zuletzt bei Bodø/Glimt absolvierter Startelfeinsatz sei extrem blass gewesen. Ähnlich verhalte es sich bei Maximilian Beier, der als hochveranlagt, aber unstet beschrieben wird.

Vor dem Spiel gegen die Eintracht, seinen Ex-Klub, muss Kovac laut Bericht genau abwägen, wer die nötigen Impulse setzen kann. Nach Einschätzung der Zeitung wäre ein überzeugender Auftritt in dieser Phase hilfreich.

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