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Landesbetrieb Wald und Holz fordert Rückbau einer asphaltierten Waldstraße

Bei Meschede im Sauerland soll ein Windparkbetreiber eine rund 1,6 Kilometer lange Straße durch den Wald ohne Erlaubnis asphaltiert haben, wie der WDR berichtet. Nach Protesten fordert der Landesbetrieb Wald und Holz nun den Rückbau. Ein Bußgeld soll nicht verhängt werden.

agrarheute.com · 24.10.2026 · 05:00 Uhr

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Bei Meschede im Sauerland in Nordrhein-Westfalen soll ein Windparkbetreiber eine Straße durch den Wald asphaltiert haben, angeblich ohne Genehmigung. Nach Angaben des Westdeutschen Rundfunks (WDR) ist die Straße 1,6 Kilometer lang und liegt im Windpark Remblinghausen-Süd. Wie der WDR von einer Sprecherin des Windparkbetreibers erfahren habe, wurde sie ohne Erlaubnis gebaut.

Zunächst war laut Bericht nichts geschehen. Aus Sicht vieler Bürger hatte die Entscheidung jedoch viel zu lange gedauert und über längere Zeit für Ärger gesorgt. Es gab zahlreiche Proteste.

Als Hintergrund wird laut WDR ein Übertragungsfehler bei den Unterlagen angeführt. Naturschützer kritisierten die Angelegenheit scharf. Besonders für Empörung sorgte das Verhalten des Landesbetriebs Wald und Holz, der offiziellen Forstverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Behörde hätte die Straße genehmigen müssen, reagierte nach Darstellung des WDR anfangs jedoch milde und sah die Sache als unproblematisch an.

Laut WDR wollte die Behörde weder Strafen oder Ordnungsgelder für den Bau ohne Genehmigung anordnen noch den Betreiber verpflichten, die Asphaltierung nach Ende des Windparkbaus wieder zurückzubauen. Das irritierte viele Menschen. Der Ortsvorsteher von Remblinghausen, Michael Stratmann, sagte dem WDR, viele seien wütend gewesen, weil sie den Eindruck gehabt hätten, für Bürger gälten möglicherweise andere Maßstäbe als für große Unternehmen oder Projektierer.

Inzwischen hat es laut WDR bei der Behörde offenbar ein Umdenken gegeben. Sie fordert nun einen Rückbau. Der Landesbetrieb habe die naturschutzrechtlichen Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde in die abschließende Entscheidung einbezogen, berichtet der WDR unter Berufung auf den Landesbetrieb. Der Windkraftprojektierer erhält demnach die Aufforderung, die unerlaubt asphaltierte Straße zurückzubauen.

Die Proteste von Anwohnern und Naturschützern haben damit offenbar Wirkung gezeigt. Ein Bußgeld für den ungenehmigten Bau will die Behörde laut ihrer Auskunft gegenüber dem WDR jedoch nicht verhängen.

Der Windparkbetreiber hat sich zu der Entscheidung zunächst nicht geäußert, wie der Rundfunksender abschließend meldet.

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