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Kletterliga NRW: Finale in der Kletterwelt Sauerland mit rund 100 Aktiven und 150 Zuschauern

Die zweite Saison der Kletterliga NRW endete am Samstag mit dem Finale in der Kletterwelt Sauerland im Gewerbegebiet Rosmart. Initiator René Brehm berichtet von 35 Prozent mehr Teilnehmern im Jahresverlauf und nennt als Ziel, die Liga zu einer Bundesliga auszubauen.

Come-on · 09.10.2026 · 06:55 Uhr

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Mit rund 100 Aktiven und etwa 150 Zuschauern ist am Samstag die zweite Saison der Kletterliga NRW zu Ende gegangen. Das Finale fand in der Kletterwelt Sauerland im Gewerbegebiet Rosmart zwischen Lüdenscheid, Werdohl und Altena statt. Initiator René Brehm blickte zufrieden auf das Geschehen. Die Liga hat ihren Ursprung in Rosmart: Brehm und Janosch Althoff entwickelten die Idee bereits vor der Corona-Pandemie, griffen sie danach wieder auf und setzten sie um.

Über das Jahr gesehen hatte die Liga nach Brehms Angaben 35 Prozent mehr Teilnehmer als zuvor. Die Kletterliga NRW ist ein landesweiter Hallenkletter-Wettkampf für die Amateurklasse in Nordrhein-Westfalen. Zu ihr gehören Partnerhallen, die digitale Eintragung der Ergebnisse, Ranglisten sowie ein Halbfinale und ein Finale. Brehm und Althoff wollten damit auch in den Sommermonaten einen Anreiz schaffen, in den Hallen in NRW Routen zu klettern.

Alle Routen der Liga hingen über den gesamten Qualifikationszeitraum in sämtlichen teilnehmenden Hallen. Die Teilnehmer entschieden über den Sommer selbst, wann und wo sie kletterten. In dieser Phase basierte der Wettbewerb auf Vertrauen. Die Aktiven luden ihre Leistungen selbst digital hoch und konnten sich so einen digital ermittelten Sieg auf den vier Etappen des Jahres sichern. Entscheidend war vor allem die Qualifikation für das Finale. Laut Brehm hatten sich 150 Aktive qualifiziert, 100 nahmen teil.

Dass ein Kletterer bei der Meldung seiner Ergebnisse besser dastehen könnte, als seine Leistung tatsächlich war, sieht Brehm nicht als Problem. Bei Halbfinale und Finale nähmen vor Ort anwesende Schiedsrichter die Leistungen ab, und niemand wolle sich dort blamieren. Die Szene vertraue sich und setze auf Eigenkontrolle.

Gewertet wird in zwei Klassen. Beim Toprope läuft das Seil von oben durch einen Umlenkpunkt am Ende der Route direkt zum Sichernden am Boden, sodass Stürze sehr kurz und sicher abgefangen werden. Beim Vorstiegklettern steigt die Person eine Route von unten nach oben und hängt das Seil während des Aufstiegs in regelmäßigen Abständen in Zwischensicherungen ein.

Für die Qualifikation standen Hallen in Lindlar, Köln (drei Hallen), Frechen, Münster, Bielefeld und Brakel zur Verfügung. Insgesamt waren es acht Hallen mit zehn zu absolvierenden Routen. Das Finale brachte die Szene in drei Altersklassen zusammen: U15, Ü15 und Ü40.

Für die Zukunft hat Brehm einiges vor. Die Liga solle weiterentwickelt werden, möglicherweise gebe es schon im nächsten Jahr eine Teamwertung. Zudem bestünden Kontakte in andere Bundesländer, und die Idee sei, die Kletterliga NRW zu einer Bundesliga hochzuskalieren. Die Erfahrungen der zweiten Saison hätten ihm Mut gemacht, diesen Weg weiterzugehen.

Lob kam auch von Oliver Held, dem stellvertretenden Bürgermeister von Altena, der die Veranstaltung besuchte. In den sozialen Medien schrieb er im Nachgang, die Seilklettercommunity aus ganz NRW sei am Samstag zu Gast gewesen. Das Gesehene habe ihn beeindruckt und ihm Respekt eingeflößt. Er hob zudem hervor, dass viele Helfer angepackt hätten, damit eine solche Veranstaltung möglich werde. Brehm freut sich nach eigener Aussage über diesen Zuspruch für die Veranstaltung und damit auch für die Kletterwelt Sauerland, die in der Corona-Pandemie schwere Zeiten erlebt hat.

Auch für Kletterer aus der Sauerlandregion, die in Rosmart Stammgäste sind, verlief der Tag erfolgreich. Max Bonacker wurde Zweiter im Vorstieg der U15. Tom Prause gewann die Ü40-Klasse im Toprope.

Die weiteren Siege gingen an Karl Wunderlich (Vorstieg U15), Janis Sporenberg (Toprope U15), Christiane Rötzel (Vorstieg Ü15 weiblich), Malia Tavares (Toprope Ü15 weiblich), Dominik Klein (Vorstieg Ü15), Samuel Kretschmer (Toprope Ü15), Holger Höcker (Vorstieg Ü40), Silke Lamby (Vorstieg Ü40 weiblich) und Eva Klingelmann (Toprope Ü40 weiblich).

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