NRW HEUTEonline

Menschen. Themen. Perspektiven.

Sport

Köln: 2:1 im Rheinderby – Gladbach-Fans randalieren im Gästeblock

Der 1. FC Köln hat das Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach 2:1 gewonnen. Gladbach bleibt nach fünf Niederlagen aus fünf Spielen Tabellenletzter, auch unter dem neuen Trainer Alexander Blessin. Nach dem Siegtor von Saïd El Mala kam es im Gästeblock zu Ausschreitungen mit Pyrotechnik. Kölns Ellyes Skhiri kam ins Krankenhaus.

WELT · 11.10.2026 · 15:21 Uhr

Artikelbild der Quelle zu: Kölner Derbysieg: Fan-Randale überschattet Gladbachs fünfte Niederlage im fünften Spiel
Bild aus der Originalquelle

Der 1. FC Köln hat am 5. Spieltag der Fußball-Bundesliga das Derby gegen Borussia Mönchengladbach 2:1 (1:1) gewonnen. Für Köln trafen Isak Johannesson (26. Minute) und Saïd El Mala (67.), für Gladbach erzielte Joe Scally (39.) den Ausgleich zwischenzeitlich. Für Alexander Blessin endete das Debüt als Gladbacher Trainer damit mit einer Niederlage. Die Borussia steht nach fünf Spielen ohne Punkt am Tabellenende.

Überschattet wurde die Partie von Ausschreitungen im Gästeblock. Nach El Malas Treffer randalierten dort einige Gladbacher Fans und gerieten mit Kölner Zuschauern aneinander. Die Trennwand war beschädigt und überwunden worden, außerdem wurden Böller und Leuchtraketen gezündet. Aus dem Gladbacher Block flog zudem Pyrotechnik auf die Tribüne mit den Kölner Anhängern. Laut WELT dauerte es mehrere Minuten, bis die Polizei einschritt.

Für Köln trübte eine Verletzung den Sieg: Ellyes Skhiri musste kurz vor der Pause nach einem unglücklichen Zweikampf mit Gladbachs Florian Neuhaus ins Krankenhaus gebracht werden. Nach WELT-Angaben droht dem FC damit der nächste lange Ausfall, nachdem sich bereits Leih-Stürmer Thijs Dallinga einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Dallinga und Ragnar Ache, beide Mittelstürmer, fehlten in Köln verletzt.

Gladbach hat damit alle fünf Saisonspiele verloren. Mit fünf Niederlagen war die Mannschaft zuletzt vor elf Jahren in eine Bundesliga-Saison gestartet, damals erreichte sie am Ende Rang vier. Die Abwehr der Borussia kassierte im fünften Saisonspiel bereits das 17. Gegentor. Kölns Trainer René Wagner, 38, war zuvor in die Kritik geraten. Mit nun sieben Punkten aus fünf Spielen steht der FC besser da, Wagner sitzt laut WELT wieder sicherer im Sattel.

Blessin ließ bei seinem Debüt wieder mit einer Dreierabwehrkette spielen, die unter seinem Vorgänger Eugen Polanski zum Saisonstart abgeschafft worden war. Polanski war nach drei Spieltagen beurlaubt worden. Für den kurzfristig ausgefallenen Ko Itakura rückte dessen Landsmann Daiki Hashioka in die Startelf. Kapitän Tim Kleindienst fehlte erneut.

Wagner hatte vor der Partie bei DAZN angekündigt, sein Team wolle von der ersten Minute an aggressiv spielen. Laut WELT war davon zunächst nichts zu sehen. Die Borussia war demnach in der ersten Halbzeit das aktivere Team, ohne sich nennenswerte Chancen zu erspielen. Köln habe eher reagiert, sei aber durch Johannessons Schuss in den Winkel in Führung gegangen. Gladbachs Torhüter Moritz Nicolas war dabei machtlos. Für den früheren Düsseldorfer war es das erste Saisontor. Vorausgegangen war ein Freistoß, nach dem Kleindienst-Vertreter Isac Lidberg den Ball per Kopf mittig vor Johannessons Füße beförderte.

Auch der Ausgleich fiel nach einem Abwehrfehler, diesmal auf Kölner Seite. Jahmai Simpson-Pusey verlängerte eine Hereingabe von Lukas Ullrich unglücklich, Skhiri stand zu weit von Scally entfernt, und der köpfte ungehindert ein. Scallys Jubel vor der Kölner Fankurve sorgte für Aufregung. Wenige Minuten später wurde Skhiri auf einer Trage vom Feld gebracht.

Die zweite Halbzeit verlief nach WELT-Darstellung deutlich schneller als die erste, blieb aber spielerisch schwach. Hashioka spielte El Mala den Ball in den Lauf, der Kölner scheiterte jedoch am stark reagierenden Jan Leszczynski. Der 19 Jahre alte polnische Innenverteidiger hatte kurz zuvor schon gegen Simpson-Pusey auf der Linie geklärt. Köln übernahm anschließend die Kontrolle und belohnte sich in der 67. Minute mit El Malas Weitschuss zum Siegtreffer. Von Gladbach kam danach laut WELT fast nichts mehr nach vorn.

Bei WELT lesen ↗