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Laut IW-Studie: Fortbildung verbessert Einkommen und Verantwortung

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag der IHKs in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Bayern und Baden-Württemberg sieht in höherer Berufsbildung Vorteile für Beschäftigte und Unternehmen. Laut Studie verdienen Fortgebildete im Durchschnitt rund ein Drittel mehr als Beschäftigte ohne weitere Qualifikation, und rechnerisch fehlen aktuell 12.544 Fachkräfte.

Rundschau Duisburg · 25.10.2026 · 00:10 Uhr

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Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, die im Auftrag der IHKs in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Bayern und Baden-Württemberg erstellt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass eine berufliche Fortbildung nach der Ausbildung die beruflichen Möglichkeiten deutlich erweitert. Zu den zentralen Effekten zählen demnach höhere Einkommen, anspruchsvollere Aufgaben und mehr Verantwortung.

Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist laut Studie groß. In den untersuchten Berufen gibt es seit 2022 mehr offene Stellen als Absolventen einer beruflichen Fortbildung. Aktuell fehlen rechnerisch 12.544 Fachkräfte, knapp 60 Prozent dieser Lücke entfallen auf Tätigkeiten mit höheren Qualifikationsanforderungen. Für die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen sind beruflich qualifizierte Fachkräfte daher von großer Bedeutung.

Auch für Beschäftigte lohne sich eine Fortbildung. Fortgebildete verdienen im Durchschnitt rund ein Drittel mehr als Beschäftigte, die nach ihrer Ausbildung keine weitere Qualifikation erworben haben. Sie übernehmen zudem häufig verantwortungsvolle Aufgaben: 39 Prozent tragen Budgetverantwortung, und auch bei Personal- und Fachverantwortung erreichen sie laut Studie ein hohes Niveau.

Klaus Bourdick, fachpolitischer Sprecher Bildung und Fachkräfte von IHK NRW, sagt, berufliche Fortbildung eröffne echte Entwicklungsperspektiven. Sie verbinde Praxiserfahrung mit zusätzlicher Qualifikation und schaffe damit beste Voraussetzungen, anspruchsvollere Aufgaben zu übernehmen und beruflich voranzukommen. Genau solche Fachkräfte brauchten die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen.

Als Beispiel für einen solchen Karriereweg wird ein Industriekaufmann genannt. Er sammelt nach seiner Ausbildung zunächst Berufserfahrung und absolviert anschließend eine IHK-Fortbildung, etwa zum Geprüften Wirtschaftsfachwirt. Damit qualifiziert er sich für anspruchsvollere Aufgaben, kann Verantwortung für Projekte oder Teams übernehmen und seine berufliche Entwicklung gezielt vorantreiben.

Der Studie zufolge sind Fortgebildete besonders selten arbeitslos, und sie bewerten ihre berufliche Situation sehr positiv. Rund 14 Prozent machen sich im weiteren Berufsleben selbstständig. Höhere Berufsbildung eröffne damit vielfältige Perspektiven, von anspruchsvolleren Fachaufgaben über Führungsverantwortung bis hin zur Selbstständigkeit.

Bourdick erklärt weiter, eine Ausbildung sei oft erst der Anfang. Mit einer Fortbildung könnten Fachkräfte gezielt den nächsten Karriereschritt gehen. Dies stärke die beruflichen Perspektiven der Beschäftigten und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Nordrhein-Westfalen.

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. Der Verband vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.

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