SC Freiburg gewinnt in Unterzahl 2:1 gegen Schalke und führt die Bundesliga an
Der SC Freiburg hat zum Abschluss des 5. Bundesliga-Spieltags den FC Schalke 04 mit 2:1 (1:1) besiegt und die Tabellenspitze übernommen. Den Siegtreffer erzielte der eingewechselte Keisuke Goto in der 85. Minute, obwohl Freiburg seit der 64. Minute nur noch zu zehnt war. Der Sieg brachte die Breisgauer an Borussia Dortmund und dem FC Bayern München vorbei.

Der SC Freiburg hat die Tabellenführung der Fußball-Bundesliga übernommen. Zum Abschluss des 5. Spieltags setzte sich die Mannschaft mit 2:1 (1:1) gegen den FC Schalke 04 durch, obwohl sie lange in Unterzahl spielen musste. Den entscheidenden Treffer erzielte der eingewechselte Keisuke Goto in der 85. Minute. Freiburg zog damit am bisherigen Spitzenreiter Borussia Dortmund und am Rekordmeister FC Bayern München vorbei.
Vor 34.700 Zuschauern brachte Maximilian Eggestein die Freiburger in der 10. Minute in Führung. Adrian Gantenbein glich für Schalke in der 30. Minute aus. Nach einer Gelb-Roten Karte gegen den Offensivspieler Yuito Suzuki (64.) mussten die Freiburger fast eine halbe Stunde lang ohne einen Spieler auskommen. Im achten Pflichtspiel der Saison feierten sie dennoch ihren siebten Sieg, wie ZDFheute berichtet.
Die Anfangsphase gehörte nach Darstellung von ZDFheute klar den Freiburgern. Zu den auffälligsten Spielern zählte der 23 Jahre alte Flügelspieler Derry Scherhant, der zuletzt auch im Trikot der Nationalmannschaft aufgefallen war. Er leitete mit einem Eckball die frühe Führung ein: Schalke-Torwart Loris Karius, der sein 100. Bundesliga-Spiel bestritt, parierte zunächst einen Kopfball von Freiburgs Abwehrchef Matthias Ginter. Beim Nachschuss von Eggestein aus kurzer Distanz war er jedoch machtlos. Wenige Minuten später hätte Igor Matanovic erhöhen können, doch sein Flachschuss wurde in letzter Sekunde geblockt (18.). Der Stürmer ist kroatischer Nationalspieler.
Schalke trat zunächst offensiv ungefährlich auf, kam dann aber ebenfalls nach einer Standardsituation zum 1:1. Freiburgs Torhüter Mio Backhaus faustete den Ball nach einer Ecke direkt vor die Füße von Gantenbein, der mit einem abgefälschten Schuss ins rechte untere Eck traf. Für den Schweizer war es das Bundesliga-Debüt nach einer monatelangen Verletzungspause.
Anschließend war Schalke deutlich besser im Spiel. Sechs Minuten vor der Pause hätte die Mannschaft beinahe ein Eigentor erzielt: Robin Gosens schoss bei einem Klärungsversuch seinen Mitspieler Nikola Katic an, der Ball landete aber schließlich bei Karius.
Mit zunehmender Spieldauer schienen die Schalker stärker an ihre Chance zu glauben. Stürmer Moussa Sylla ließ in der 59. Minute eine gute Gelegenheit aus, kurz darauf klärte Freiburgs Matanovic den Ball an die eigene Latte (60.). Dann brachten sich die Freiburger selbst in Bedrängnis: Suzuki sah nach einem Foul an Soufiane El-Faouzi die Gelb-Rote Karte. Die erste Verwarnung hatte er erhalten, weil er den Ball weggeschossen hatte. Beim Gang vom Feld trat der Japaner frustriert gegen eine Bande vor dem Kabinengang.
In der Schlussphase verstärkten beide Mannschaften ihre Offensive. Freiburg brachte unter anderem Lucas Höler, Schalke den routinierten Edin Dzeko. Es entwickelte sich eine offene Partie, in der die Freiburger den Schlusspunkt setzten: Der eingewechselte Goto köpfte eine Flanke des ebenfalls eingewechselten Vincenzo Grifo ins Tor.