Allwetterzoo Münster: Erstmals ein Mitchells Waran geschlüpft
Im Allwetterzoo Münster ist zum ersten Mal ein Mitchells Waran geschlüpft. Die Art gilt in freier Wildbahn als vom Aussterben bedroht. Besucher können das Jungtier vorerst nicht sehen, die Elterntiere dagegen schon.

Der Allwetterzoo Münster hat erstmals Nachwuchs bei den Mitchells Waranen. Wie der Zoo auf seinem offiziellen Facebook-Account mitteilt, ist zum ersten Mal in der Einrichtung ein Tier dieser Art geschlüpft. In freier Wildbahn ist der Mitchells Waran vom Aussterben bedroht.
In einem Video des Zoos ist das winzige Jungtier zu sehen. Es schaut neugierig aus einer Baumhöhle heraus, schnappt sich den Tierpflegern ein Insekt und frisst es sehr schnell. Der Zoo schreibt dazu, die Tierpflege sei „hin und weg“, und meldet die Premiere ausdrücklich als Erstschlupf im Allwetterzoo.
Nach Angaben des Zoos zählt der Mitchells Waran zu den seltensten Waranarten der Welt. In seiner Heimat Australien sei er einer großen Gefahr ausgesetzt: Die dorthin eingeschleppte Aga-Kröte erscheine den Waranen als Beute, ihr Gift könne die Tiere jedoch töten. In einigen Regionen sind die Bestände laut Zoo um bis zu 97 Prozent eingebrochen.
Schutzprogramme für bedrohte Tierarten sind vor diesem Hintergrund von großer Bedeutung. Eines davon ist die Erhaltungszucht in Zoos, für die der Nachwuchs in Münster steht.
Zur Art: Der Mitchells Waran erreicht eine Gesamtlänge von 60 bis 70 Zentimetern. Er ernährt sich vor allem von Insekten, Spinnen und kleineren Wirbeltieren. Sein Lebensraum liegt im Norden Australiens, vor allem in Gewässernähe und auf Bäumen.
Wer das Jungtier im Allwetterzoo Münster sehen möchte, muss sich gedulden. Es wächst derzeit noch hinter den Kulissen auf. Die Elterntiere können Besucher dagegen bereits im Artenschutz-Campus des Zoos betrachten.