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Essen: 33-Jähriger soll am Hauptbahnhof mit Küchenmesser gedroht haben

Am Freitagvormittag, 9. Oktober, soll ein Mann auf dem Vorplatz des Essener Hauptbahnhofs einen 31-Jährigen mit einem Küchenmesser bedroht haben. Sicherheitsmitarbeiter stellten den 33 Jahre alten Tatverdächtigen am Bahnsteig, die Bundespolizei stellte das Messer sicher. Verletzt wurde niemand. Die Behörde ermittelt wegen Bedrohung.

DerWesten · 11.10.2026 · 15:51 Uhr

Artikelbild der Quelle zu: Am helllichten Tag: Mann wird am Essener Hauptbahnhof mit Küchenmesser gejagt
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Am Freitagvormittag, 9. Oktober, ist am Essener Hauptbahnhof offenbar ein Streit eskaliert. Gegen 11.05 Uhr gerieten zwei Männer auf dem Vorplatz aneinander. Nach bisherigem Stand zückte einer von ihnen im Verlauf der verbalen Auseinandersetzung ein Küchenmesser und bedrohte damit sein Gegenüber.

Die alarmierte Bundespolizei rückte umgehend aus und traf die Beteiligten im U-Bahnbereich an. Sicherheitsmitarbeiter hatten den mutmaßlichen Täter zu diesem Zeitpunkt bereits am Bahnsteig zu Gleis 2 gestellt. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt.

Ein 39-jähriger Zeuge schilderte den Beamten, was er beobachtet hatte. Er war vom gegenüberliegenden Bahnsteig aus auf die Geschehnisse auf der Verteilerebene aufmerksam geworden. Seinen Angaben zufolge lief der 33-jährige Tatverdächtige mit einem Messer in der Hand hinter dem 31-jährigen Geschädigten her. Der Abstand zwischen beiden habe nur etwa einen Meter betragen. Der Ältere soll den jüngeren Mann dabei massiv mit dem Einsatz der Waffe bedroht haben.

Der Zeuge machte sofort einen Sicherheitsmitarbeiter auf die Situation aufmerksam. Daraufhin flüchtete der Verdächtige auf den Bahnsteig und steckte das Messer in seinen Rucksack.

Der 31-jährige Geschädigte gab gegenüber der Polizei an, der Konflikt habe schon auf dem Vorplatz begonnen. Der 33-jährige Essener habe ihn angesprochen. Nachdem er ein Gespräch abgelehnt habe, soll der Mann zunächst mit Schlägen gedroht und dann in seinen Rucksack gegriffen haben.

Als die Bundespolizisten am Bahnsteig eintrafen, saß der Beschuldigte auf einer Bank. Auf Nachfrage räumte er sofort ein, dass sich das Küchenmesser in seinem Rucksack befand, und übergab das Gepäckstück freiwillig an die Einsatzkräfte. Im vorderen Fach fanden die Beamten die Waffe. Die Klinge des Messers misst 11,5 Zentimeter; es wurde umgehend sichergestellt. Anschließend durchsuchten die Polizisten den deutschen Staatsbürger.

Gegenüber der Polizei machte der 33-Jährige zunächst nur mündliche Angaben zu seiner Person. Wenig später berief er sich auf sein Aussageverweigerungsrecht und äußerte sich nicht weiter zu den Vorwürfen. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung ein. Um den genauen Ablauf des Streits zu klären, sicherten die Beamten zudem Videoaufnahmen von Überwachungskameras.

Zur Entwicklung der Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen schreibt DerWesten: Sie habe sich im Fünfjahresvergleich mehr als verdoppelt. Die Zahl der Gewaltdelikte sei seit 2020 von rund 2.300 auf mehr als 4.700 Fälle gestiegen. Zu den größten Problemzonen zählten demnach der Hauptbahnhof in Dortmund und der Kölner Hauptbahnhof.

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