Rheinisch-Bergischer Kreis: CDU verschiebt Reuls Nominierung nach Hüftbruch
Die CDU im Rheinisch-Bergischen Kreis hat die für Donnerstag angesetzte Aufstellungsversammlung für NRW-Innenminister Herbert Reul verschoben. Der 74-Jährige hatte sich bei einem Sturz die Hüfte gebrochen. Die Versammlung soll nun noch vor Weihnachten stattfinden, Reul ist bislang der einzige Bewerber im Wahlkreis 22.

Nach dem Hüftbruch von NRW-Innenminister Herbert Reul hat die CDU im Rheinisch-Bergischen Kreis die Versammlung zu seiner Nominierung verschoben. Reul sollte eigentlich am Donnerstag als Direktkandidat für die Landtagswahl aufgestellt werden. Nun soll die Versammlung noch vor Weihnachten stattfinden.
Die Kreis-CDU teilte mit, der geschäftsführende Kreisvorstand habe die Verschiebung einstimmig beschlossen, und zwar nach Rücksprache mit Reul.
Als Grund nannte die Partei den zeitlichen Spielraum. Die Frist, bis zu der die Wahlvorschläge eingereicht werden müssen, endet nach Angaben der Kreispartei erst im Januar 2027. Die Nominierung im Wahlkreis 22 muss deshalb nicht kurzfristig nachgeholt werden. Die Aufstellungsversammlung kann in die Zeit nach Reuls Genesung verlegt werden, ohne dass der CDU unmittelbar formaler Zeitdruck entsteht.
Reul ist bislang der einzige Bewerber der CDU für den Wahlkreis 22, der den Rheinisch-Bergischen Kreis II umfasst. Bei der Landtagswahl 2022 holte er dort mit 51,1 Prozent der Erststimmen das Direktmandat.
Der 74-jährige CDU-Politiker war am Freitag bei einem Termin im Polizeipräsidium Wuppertal gestürzt und hatte sich dabei die Hüfte gebrochen. Nach Angaben seines Ministeriums wurde er noch am selben Abend operiert. Anschließend sagte Reul, nun seien Training und vor allem Geduld wichtig, auch wenn ihm Letzteres besonders schwerfallen werde.
Der Unfall unterbricht Reuls öffentliche Termine und erfordert eine medizinisch notwendige Erholung. Zugleich erklärte der Minister, er könne auch vom Krankenhausbett aus Aufgaben erledigen. Mit der Versammlung vor Weihnachten hat die CDU nun einen neuen Zieltermin. Offen bleibt, wann Reul wieder vollständig politisch belastbar sein wird.