Veltins-Arena: Schalke prüft Erweiterung der Sitzplatzkapazität
Der FC Schalke 04 untersucht, ob die Veltins-Arena mehr Zuschauer fassen kann. Vorstandschef Matthias Tillmann bestätigte dem "kicker", dass sich der Verein ernsthaft mit dem Thema befasst. Ob eine Erweiterung tatsächlich möglich ist, wollte er nicht bewerten. Das Dach soll in jedem Fall erhalten bleiben.

Der FC Schalke 04 beschäftigt sich ernsthaft mit einer Erweiterung der Veltins-Arena. Das hat Vorstandschef Matthias Tillmann im Interview mit dem "kicker" bestätigt. Der Verein prüfe, wie sich die Arena um zusätzliche Plätze vergrößern lasse. Derzeit fasst das Stadion 62.000 Zuschauer.
Als Begründung verwies Tillmann auf die Nachfrage: Der Klub zähle 230.000 Mitglieder, 40.000 Fans davon besäßen eine Dauerkarte. Nach Abzug des Gästekontingents bleibe bei Weitem nicht genug übrig, um den Bedarf auch nur annähernd zu decken. Sobald der Tageskartenverkauf starte, seien alle verfügbaren Tickets binnen kürzester Zeit vergriffen.
Schon im August waren erstmals Gerüchte aufgekommen, Schalke könne die Arena um einen dritten Rang aufstocken. Tillmann zufolge sind dafür zunächst mehrere Fragen zu klären, was viel Zeit koste. Er nannte als offene Punkte, was baulich möglich wäre, wie es um die Statik stehe und ob sich eine Aufstockung grundsätzlich finanzieren ließe. Zudem sei unklar, ob ein solches Projekt bei laufendem Betrieb umgesetzt werden könnte und wie lange der Verein dann auf einer Baustelle spielen müsste.
Ob eine Erweiterung wirklich realisierbar ist, wollte der 42-Jährige nicht einschätzen. Der Klub befinde sich aber in einer "spannenden Phase", deren Ziel es sei herauszufinden, in welchem Umfang eine Kapazitätserweiterung möglich wäre. Dabei würden unterschiedliche Größenordnungen betrachtet.
Klar äußerte sich Tillmann zum Dach: Es bleibe weiterhin Bestandteil des Stadions und sei dessen herausragendes Merkmal. Mit Blick auf Konzerte und andere Veranstaltungen sagte er, die Veltins-Arena sei ein hervorragender Event-Standort, der für Gelsenkirchen und die gesamte Region von Bedeutung sei.