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Remscheid: Mutmaßlicher Waffenhändler will gestehen – höchstens sieben Jahre Haft

Im Prozess gegen einen 60 Jahre alten KFZ-Meister aus Remscheid wird am 12. Oktober ein Geständnis erwartet. Er soll 70-fachen Waffenhandel einräumen und dafür höchstens sieben Jahre Haft erhalten. Das Urteil ist für den 30. Oktober angekündigt. Offen bleibt, wer die Kunden waren.

tagesschau · 12.10.2026 · 05:03 Uhr

Artikelbild der Quelle zu: Sieben Jahre Haft für 70 Maschinenpistolen
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Im Verfahren gegen einen mutmaßlichen Waffenhändler aus Remscheid soll der Angeklagte am 12. Oktober ein Geständnis ablegen. Der 60-jährige KFZ-Meister sitzt seit fast einem Jahr in Untersuchungshaft. Der Prozess steht kurz vor dem Abschluss. Laut WDR-Reporter Wolfram Lumpe, der die Verhandlung beobachtet, wirkt der Mann an jedem Prozesstag freundlich und fast entspannt, obwohl seine Lage schlecht ist: Ihm drohen mindestens sechs, möglicherweise sieben Jahre Gefängnis.

Im Oktober 2025 hatte die Polizei in der Werkstatt des Mannes vier versteckte und prall gefüllte Waffenkammern entdeckt. Darin lagen auch viele scharfe Pistolen und Gewehre. Der Handel mit diesen Kriegswaffen ist dem Angeklagten laut WDR inzwischen so gut wie nachgewiesen. Seine Werkstatt in der Remscheider Innenstadt gibt es weiterhin.

Die Verteidigung, das Gericht und die Staatsanwaltschaft haben eine Verständigung getroffen. Danach gesteht der Mann 70-fachen Waffenhandel und muss im Gegenzug nicht länger als sieben Jahre in Haft. Ein 24 Jahre alter Pole sagte als Zeuge aus und wollte den Angeklagten stärker belasten. Er gab an, dem Remscheider 300 scharfe Waffen verkauft zu haben. Am Ende erwies sich der Zeuge laut WDR als wenig überzeugend.

Mit dem erwarteten Geständnis und dem Urteil Ende des Monats ist der Fall nach WDR-Angaben nicht abgeschlossen, denn eine zentrale Frage ist weiter offen: Wer waren die Kunden? Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert von der Staatsanwaltschaft Wuppertal sagte dem WDR, ein Normalbürger habe kein Interesse am Kauf von Maschinenpistolen oder Maschinengewehren. Er geht davon aus, dass die Käufer im Wesentlichen aus der kriminellen Szene stammen. Ob dabei an Rockerbanden oder an organisierte Kriminalität zu denken sei, ließ er offen.

Gegen zwei weitere Angeklagte, die als Waffenhändler gestanden hatten und gemeinsam mit dem Remscheider vor Gericht standen, sind die Haftstrafen inzwischen rechtskräftig. Das Urteil gegen den 60-Jährigen soll am 30. Oktober verkündet werden. Die Ermittlungen laufen weiter.

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