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Studienstart in NRW: Die sechs größten Fehler und wie Erstsemester sie vermeiden

Zehntausende Studierende in NRW starten in die Vorlesungszeit, viele Erstsemester direkt aus Schule oder Berufsausbildung. Studienberaterin Miriam Halfmann von der Universität Bonn nennt sechs der größten Stolpersteine und erklärt, wie sie sich vermeiden lassen, von der Planung des Arbeitsaufwands über Fristen bis zur frühzeitigen Beratung.

tagesschau · 12.10.2026 · 05:00 Uhr

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Zehntausende Studierende in NRW starten in die Vorlesungszeit. Für die meisten Erstsemester geht es direkt von der Schule oder einer Berufsausbildung an die Universität, wobei dabei einiges schiefgehen kann. Der Beitrag nennt sechs der größten Stolpersteine beim Studienstart. Miriam Halfmann, Studienberaterin der Zentralen Studienberatung an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, erklärt, worauf Studienanfänger achten sollten. Ihr zufolge gehören Fehler zum Studienstart dazu und sind normal; entscheidend sei, daran zu wachsen.

Viele Studierende nehmen sich zu Beginn zu viel vor, sagt Halfmann. Bei der Auswahl von Vorlesungen und Seminaren unterschätzten Erstsemester vor allem den Aufwand für die Nachbereitung, etwa das Überarbeiten der Vorlesungsnotizen, das Lesen der zugehörigen Literatur oder das Erledigen von Aufgaben. Sie rät deshalb, langsam einzusteigen, denn weniger sei am Anfang mehr. Beratungsangebote zur Erstellung eines Stundenplans könnten genutzt werden. Wird es doch zu viel, sollten Studierende auch bereits gewählte Seminare wieder abwählen. Der Studienstart dauere nach Halfmanns Worten nicht nur die erste Woche, sondern die ersten drei Semester. Das wüssten auch alle Lehrpersonen.

Hochschulen setzen viele Fristen, etwa für die Anmeldung zu Seminaren und Vorlesungen, für Klausuren und für Hausarbeiten. Empfohlen wird, zu Beginn alle wichtigen Termine im Kalender zu notieren. Viele Studienfächer bieten dafür eigene Semesterkalender mit den wichtigsten Terminen des jeweiligen Fachs an.

Als Klassiker unter Studierenden gilt wohl das Durchlernen der Nächte vor Klausuren oder das Schreiben einer zwölfseitigen Hausarbeit in einer einzigen Nacht. Halfmann hält dagegen einen Wochenplan für hilfreich, um die Lernzeit zu planen. Er macht sichtbar, welche Aufgaben wie viel Zeit beanspruchen. Hochschulen bieten zudem oft Veranstaltungen zum Thema Zeitmanagement an.

An der Schule sei das Lernen meist angeleitet, an der Universität sehe es dagegen ganz anders aus, erklärt Halfmann. Deshalb sei es wichtig, auch das Lernen selbst zu lernen: Welche Lernstrategien gibt es, und welcher Lerntyp ist man selbst? Die Universität Bonn hat dazu verschiedene Lernstrategien zusammengestellt.

Zum Studium gehört aus Sicht Halfmanns mehr als Vorlesungen. Studiengruppen, Initiativen, Fachschaften, Sportangebote oder das Hochschulradio seien ebenfalls wichtig, weil Studierende dort Kompetenzen entwickeln, die über das Studium hinausgehen. Auch bei der beruflichen Orientierung könne das helfen. Kultur oder Sport sollten Studierende außerdem als erste Priorität sehen, denn gute und gesunde Rahmenbedingungen seien entscheidend für ein erfolgreiches Studium.

Dass im Studium manchmal alles zu viel wird, sei normal, besonders am Anfang. Wichtig sei dann, sich rechtzeitig Hilfe zu holen. Halfmann sagt, Studierende sollten früher als später Beratung in Anspruch nehmen. Auch psychologische Beratung helfe bei vielen Themen, etwa bei Motivationslosigkeit, Antriebslosigkeit oder Prokrastination.

Die zentralen Studienberatungen in NRW können laut Beitrag bei fast allen Themen helfen und an die richtigen Stellen verweisen. Die Angaben stammen laut Quelle aus einem WDR-Gespräch mit Halfmann und wurden auf WDR.de veröffentlicht.

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