NRW-Kinderschutzbeauftragte Ladenburger stellt Acht-Punkte-Konzept vor
Die nordrhein-westfälische Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte, Petra Ladenburger, hat in Düsseldorf ein Acht-Punkte-Konzept für die Zeit bis Ende 2027 vorgestellt. Unter anderem sollen Kinder und Jugendliche sie beraten. Sie will sich dafür einsetzen, dass Schulhöfe nach Schulschluss geöffnet bleiben; die Entscheidung darüber liegt bei den Kommunen.

Künftig sollen Kinder und Jugendliche die nordrhein-westfälische Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte, Petra Ladenburger, beraten. Wie die Kinder und Jugendlichen genau ausgewählt werden, soll noch entschieden werden.
Ladenburger will sich außerdem dafür einsetzen, dass Schulhöfe auch nach Schulschluss geöffnet bleiben. So sollen junge Menschen Orte haben, an denen sie sich treffen und gemeinsam Zeit verbringen können.
Die Entscheidung darüber liegt jedoch bei den Kommunen.
Die Vorhaben sind Teil eines Acht-Punkte-Konzepts für die Zeit bis Ende 2027, das Ladenburger in Düsseldorf vorgestellt hat. Dazu gehört ein erster NRW-Kinderrechte-Gipfel, der Ende kommenden Jahres stattfinden soll. Angekündigt wurde außerdem ein jährliches Lagebild zu Kinderschutz und Kinderrechten ab 2027.
Weitere geplante Vorhaben sind ein Kurzfilmwettbewerb zum Thema Zukunft, eine Studie zum finanziellen Nutzen von Prävention und ein Gesetzes-Check für die Auswirkungen neuer Gesetze auf junge Menschen.
Zudem sollen Fachkräfte im Umgang mit Kindern aus Familien mit menschenfeindlichen Ideologien stärker geschult werden. Ladenburger sagte, es sei ein Problem, wenn Eltern ihren Kindern vermitteln, dass Menschen unterschiedlich viel wert seien.
Für die Umsetzung ihrer Vorhaben muss die Landesbeauftragte teils mit anderen Akteuren in Austausch treten. Bei der Öffnung der Schulhöfe und einem möglichen Gesetzes-Check wäre sie auf die Kommunen beziehungsweise andere Teile der Landesregierung angewiesen.
Ladenburger ist seit Februar 2026 die erste Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte in Nordrhein-Westfalen. Die Stelle ist eine Reaktion auf jahrelang unentdeckte große Missbrauchskomplexe, etwa in Lügde, Münster und Bergisch Gladbach.