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COSAI: Universität Tübingen koordiniert gemeinsames KI-Rechenprojekt von Baden-Württemberg, Bayern und NRW

Hochschulen ohne eigene KI-Infrastruktur sollen über COSAI auf gebündelte Rechenleistung zugreifen können. Die Universität Tübingen koordiniert das Projekt. Laut insidebw.de ist der Dienst aber noch nicht nutzbar, ein Starttermin für den regulären Betrieb fehlt.

AD HOC NEWS · 08.10.2026 · 09:08 Uhr

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Die Universität Tübingen koordiniert das Projekt COSAI, mit dem Hochschulen ohne eigene spezialisierte Infrastruktur leichter Zugang zu Künstlicher Intelligenz erhalten sollen. Hinter der Initiative stehen die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Sie wollen vorhandene Rechenkapazitäten zusammenführen und über Universitätsgrenzen hinweg bereitstellen.

Nach einem aktuellen Bericht von insidebw.de steht der Dienst der akademischen Gemeinschaft bislang nicht zur Verfügung. Einen konkreten Termin für den Beginn des regulären Betriebs gibt es demnach noch nicht.

Das Projekt reagiert auf ein Problem im deutschen Wissenschaftsbetrieb: Viele Hochschulen und Forschungsgruppen haben keine eigenen Hochleistungsrechner mit KI-Hardware, um rechenintensive Modelle zu trainieren oder anzuwenden. COSAI soll diese Lücke schließen, indem Ressourcen standortübergreifend nutzbar werden. Unter anderem ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) an der Initiative beteiligt.

Nach der technischen Konzeption der Universität Tübingen soll der Zugriff auf die vernetzte Rechenleistung weitgehend automatisiert ablaufen. Vorgesehen sind einheitliche Schnittstellen und ein eigenes Portal, über das Forschende ihre Modelle in das System einbinden können.

Die Plattform soll eingehende Rechenaufträge selbstständig den angeschlossenen Rechenzentren zuweisen. Die Verteilung soll sich nach dem jeweiligen Modelltyp, den aktuell freien Kapazitäten und den Anforderungen an die Datensensibilität richten.

Als Beispiel für bestehende Hochleistungsressourcen nennt die Berichterstattung den Karlsruher Supercomputer HoreKa 2, der über mehr als 300 KI-Beschleuniger verfügt. Dass dieses System tatsächlich an COSAI beteiligt ist, ist nach dem aktuellen Stand allerdings nicht bestätigt.

Das Vorhaben wird drei Jahre lang gefördert. Die Wissenschaftsministerien von Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen stellen dafür gemeinsam knapp 3 Millionen Euro bereit. Davon entfällt rund 1 Million Euro auf Baden-Württemberg.

Bevor Forschende die geplante Infrastruktur nutzen können, sind noch zentrale Umsetzungsschritte nötig. Offen bleibt zunächst auch, wann die Pilotphase in den regulären Betrieb übergehen kann.

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