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14-Jähriger bei Trainsurfing in Köln lebensgefährlich verletzt

Ein 14-Jähriger ist am Sonntagabend in Köln beim Trainsurfing auf dem Dach eines Regionalzuges nach mutmaßlicher Bildung eines Lichtbogens zur Oberleitung lebensgefährlich verletzt worden. Die Strecke war danach bis spät in die Nacht gesperrt.

WDR · 12.10.2026 · 03:52 Uhr

Der Jugendliche erlitt beim Unfall einen starken Stromschlag.
Bild aus der Originalquelle

Ein 14-Jähriger ist am Sonntagabend in Köln beim Trainsurfing lebensgefährlich verletzt worden. Er war auf dem Dach eines Regionalzuges der Linie RE 5 mitgefahren.

Während der Fahrt kam es mutmaßlich zur Bildung eines Lichtbogens zwischen der unter Hochspannung stehenden Oberleitung und dem Jugendlichen. Dabei erlitt er einen starken Stromschlag.

Gegen 20:30 Uhr nahmen Fahrgäste zwei Lichtblitze wahr und hörten einen lauten Knall, danach Hilferufe und Schreie. Sie informierten den Lokführer, der die Notbremse zog und den Zug nahe des Kölner Südbahnhofs auf offener Strecke zum Halten brachte.

Der Fahrzeugführer fand den schwer verletzten 14-Jährigen zwischen zwei Wagenreihen, wie Polizeisprecherin Stephanie Reuver dem WDR berichtete. Der Jugendliche erlitt starke Verbrennungen an 80 Prozent seines Körpers und war dadurch lebensgefährlich verletzt. Er wurde vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in eine Fachklinik in Köln-Merheim gebracht.

Die Rettung war erschwert, weil auf der Oberleitung eine Spannung von bis zu 15.000 Volt liegt. Erst nachdem die Leitung abgeschaltet und geerdet war, konnten die Sanitäter den Jugendlichen vom Dach des Zuges holen. Reuver zufolge besteht auch nach dem Abschalten für einige Zeit noch eine Restspannung, die für den menschlichen Körper lebensgefährlich ist. Nach diesen Angaben vergingen eine halbe Stunde, bis der 14-Jährige behandelt werden konnte.

Drei Reisende im Unfallzug klagten über Kreislaufprobleme und wurden vor Ort von den Rettungskräften versorgt.

Gegen 21 Uhr hatte die Bundespolizei die Strecke gesperrt. Rund 600 Reisende aus dem Unfallzug stiegen in andere Bahnen um. Von der Sperrung betroffen waren die Linien RE 5, RE 22, RB 24 und RB 26.

Mittlerweile ist die Strecke wieder frei. Dennoch seien Verspätungen möglich.

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