Prozess um mutmaßliche Misshandlungen im „Horrorhaus von Soest“ beginnt
Am Montag beginnt vor dem Landgericht Arnsberg ein Strafprozess gegen vier Beschuldigte, denen gefährliche Körperverletzung, Vergewaltigung, Nötigung und Freiheitsberaubung vorgeworfen werden. Der Fall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

Vor dem Landgericht Arnsberg beginnt am Montag ein Strafprozess gegen vier Beschuldigte nach dem monatelangen Martyrium einer Frau in Soest in Westfalen. Ihnen werden gefährliche Körperverletzung, Vergewaltigung, Nötigung und Freiheitsberaubung vorgeworfen.
Die Beschuldigten sollen die Frau 2025 in einem Wohnhaus in Soest in unterschiedlicher Tatbeteiligung gequält, erniedrigt, misshandelt und vergewaltigt haben. Das Haus liegt in einer ruhigen Wohnsiedlung im Grünen; seit dem Sommer soll die Frau dort misshandelt worden sein.
Der Fall hatte unter dem Schlagwort „Horrorhaus von Soest“ bundesweit für Schlagzeilen gesorgt und Entsetzen ausgelöst.
Auf der Anklagebank sitzen zwei Männer im Alter von 29 und 25 Jahren sowie zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren.
Nach Angaben einer Sprecherin wird der Prozess von der Großen Strafkammer als Jugendkammer geführt. Das Verfahren soll trotz des jugendlichen Alters zweier Angeklagter öffentlich geführt werden.
Einsatzkräfte hatten die Frau Anfang November befreit. Ein Anwohner hatte sie an diesem Tag spätabends halb nackt und gefesselt auf der Terrasse eines Nachbar-Reihenhauses gesehen und die Polizei alarmiert.
Die Frau soll nicht mehr bei Bewusstsein gewesen sein und danach monatelang im Krankenhaus behandelt worden sein.